- 28.05.2026, 07:30:55
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EQS-News: EVN AG: Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26
EQS-News: EVN AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis
EVN AG: Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26
28.05.2026 / 07:30 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber
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Highlights
• Konzernergebnis im ersten Halbjahr über Vorjahresniveau, Ausblick für
das Geschäftsjahr 2025/26 bestätigt
• Verkauf des internationalen Projektgeschäfts im März 2026
abgeschlossen
• Weiterer Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten auf 561 MW
(Wind) und 133 MWp (Photovoltaik)
• Projektbeginn für den Bau einer weiteren überregionalen
Trinkwasserversorgungsleitung in Niederösterreich
• Neue Kooperation zwischen EVN und AVIA Tankstellen zum Ausbau der
E-Ladeinfrastruktur
• Planmäßiger Fortschritt des Investitionsprogramms in Höhe von 1 Mrd.
Euro für das Geschäftsjahr 2025/26
• Bestätigung der externen Credit Ratings: Moody’s: A1 (Ausblick
stabil), Scope Ratings: A+ (Ausblick stabil)
Energiewirtschaftliches Umfeld
Das erste Halbjahr 2025/26 war in Österreich und Nordmazedonien von
deutlich kälterer Witterung geprägt als der Vergleichszeitraum des
Vorjahres. Die Heizgradsumme – sie definiert den temperaturbedingten
Energiebedarf – lag in Österreich auch über dem langjährigen Durchschnitt.
In Bulgarien hingegen zeigte sich die Witterung milder als im
Vergleichszeitraum.
Die Erzeugungskoeffizienten für Wind und Wasser lagen in der
Berichtsperiode in allen Kernmärkten der EVN deutlich unter dem
Vorjahresniveau und dem langjährigen Durchschnitt. Ausnahme war die
Wasserführung in Nordmazedonien, die den langjährigen Durchschnittswert
sogar deutlich übertraf.
Trotz des instabilen geopolitischen Umfelds zeigten die
Primärenergiepreise für Erdgas im Vergleich zur Vorjahresperiode einen
Rückgang, da sich der Anstieg im Gefolge der Irankrise in der
Berichtsperiode noch nicht im vollen Umfang auswirkte. Dieser Entwicklung
folgten auch die Marktpreise für Strom. Der Preis für
CO[2]-Emissionszertifikate entwickelte sich in der Berichtsperiode
uneinheitlich, lag insgesamt jedoch über dem Wert des Vorjahres. Die
Einspeisung von erneuerbarem Strom, insbesondere aus Photovoltaikanlagen,
beeinflusst die Entwicklung der Strompreise mittlerweile sehr stark.
Umsatz, EBITDA und Konzernergebnis über Vorjahresniveau
Die Umsatzerlöse der EVN verzeichneten im ersten Halbjahr 2025/26 einen
Anstieg um 3,2 % auf 1.187,0 Mio. Euro, der vor allem auf regulatorisch
bedingte Preiseffekte bei den Verteilnetzgesellschaften in
Niederösterreich und Bulgarien zurückzuführen war. Dieser positiven
Entwicklung stand ein preis- und mengenbedingter Umsatzrückgang im Bereich
der erneuerbaren Erzeugung gegenüber. Hinzu kam, dass der Vertrag zur
Bereitstellung von Reserveleistung aus dem Kraftwerk Theiß vom
Übertragungsnetzbetreiber APG nicht verlängert wurde und das Kraftwerk
auch nicht für den Markt produziert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge hatten im Vorjahr
Versicherungsentschädigungen für Schäden im Zusammenhang mit dem
Hochwasser in Niederösterreich im September 2024 enthalten. In der
Berichtsperiode wiederum war ein positiver Einmaleffekt aus einem
Unternehmenserwerb zu verbuchen. Per Saldo verzeichnete die Position im
Berichtszeitraum einen Rückgang um 7,6 % auf 85,4 Mio. Euro.
Beim Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger wurde der vor allem
durch höhere vorgelagerte Netzkosten bei der Netz Niederösterreich und
gestiegene Beschaffungskosten bei der EVN Wärme verursachte Anstieg durch
geringere Beschaffungsmengen und -kosten für Erdgas sowie gesunkene
Beschaffungskosten in der Erzeugung ausgeglichen. Die bulgarische
Netzgesellschaft verzeichnete trotz rückläufiger Bezugskosten für
Netzverluste einen Anstieg im Aufwand für Fremdstrombezug, da sie im
Vorjahr staatliche Kompensationszahlungen zur Abdeckung der Mehrkosten
erhalten hatte. In Summe lag die Position mit 916,9 Mio. Euro per Saldo
nahezu unverändert auf Vorjahresniveau.
Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand gingen im
Jahresabstand um 12,6 % auf 133,2 Mio. Euro zurück. Der Vorjahreswert war
hier von den – durch Versicherungen gedeckten – Reparaturaufwendungen für
Hochwasserschäden geprägt gewesen. Kollektivvertragliche Anpassungen
führten zu einer Zunahme des Personalaufwands auf 240,2 Mio. Euro.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem
Charakter sank um 10,2 % auf 68,0 Mio. Euro. Rückläufig entwickelten sich
dabei vor allem die Ergebnisbeiträge der RAG (nach einem außerordentlich
hohen Vorjahresniveau), der Burgenland Energie sowie der Verbund
Innkraftwerke. Bei der für den Energievertrieb verantwortlichen EVN KG
setzte sich die operative Ergebnisnormalisierung zwar fort, wurde jedoch
durch die Bildung einer Rückstellung im Zusammenhang mit dem neuen,
gesetzlich vorgeschriebenen Sozialtarif gedämpft. Als Resultat dieser
Entwicklungen verbesserte sich das EBITDA im Jahresabstand um 7,9 % auf
553,3 Mio. Euro.
Das hohe Investitionsniveau der EVN führte zu einem Anstieg der
Abschreibungen inklusive der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen um 7,4 %
auf 190,5 Mio. Euro. Per Saldo lag das EBIT dadurch mit 362,9 Mio. Euro um
8,2 % über dem Vorjahresniveau.
Das in der Vergleichsperiode durch einen Währungseffekt belastete
Finanzergebnis der EVN verbesserte sich in der Berichtsperiode auf
–22,3 Mio. Euro (Vorjahr: –29,4 Mio. Euro).
In Summe ergab sich daraus im Ergebnis vor Ertragsteuern ein Anstieg von
11,3 % auf 340,5 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung des auf 37,8 Mio. Euro
gesunkenen Ertragsteueraufwands (Vorjahr: 41,3 Mio. Euro), des Ergebnisses
des aufgegebenen Geschäftsbereichs nach der Entkonsolidierung des
internationalen Projektgeschäfts und des Ergebnisanteils nicht
beherrschender Anteile lag das Konzernergebnis bei 312,4 Mio. Euro.
Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 24,7 %.
Ambitioniertes Investitionsprogramm und solide Bilanzstruktur
Die EVN verfügt über eine solide und stabile Kapitalstruktur, die eine
gute Grundlage für die Umsetzung des umfassenden Investitionsprogramms
bildet. Im Mittelpunkt steht der Beitrag der EVN Gruppe zur Transformation
des Energiesystems als klare Wachstumsperspektive. Im Rahmen der Strategie
2030 wird die EVN bis 2030 jährlich etwa 1 Mrd. Euro investieren. Davon
fließen circa vier Fünftel nach Niederösterreich mit den Schwerpunkten
Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung, Großbatteriespeicher,
E-Ladeinfrastruktur und Trinkwasserversorgung.
Im ersten Halbjahr 2025/26 haben EVN und AVIA Österreich eine
Partnerschaft zum Ausbau der E-Ladeinfrastruktur gestartet. Ab 2026
errichtet die EVN österreichweit an AVIA Tankstellen moderne
Schnellladestationen. Die AVIA CARD wird zur Tank- und Ladekarte und kann
an allen EVN Ladestationen genutzt werden. Diese Kooperation stellt einen
wichtigen Meilenstein für die Elektromobilität dar.
Die Nettoverschuldung lag am 31. März 2026 bei 1.094,8 Mio. Euro (30.
September 2025: 1.155,9 Mio. Euro). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf
den Eingang des Verkaufspreises für das internationale Projektgeschäft
zurückzuführen. Die EVN legt großen Wert auf eine ausgezeichnete Bonität.
In der Zusammenarbeit mit zwei internationalen Ratingagenturen strebt die
EVN Ratings im soliden A-Bereich an, die dem Unternehmen langfristig den
Zugang zu Kapital zu attraktiven Bedingungen sichern. Im April 2026 bzw.
im Mai 2026 wurden beide Ratings von den Ratingagenturen bestätigt:
Moody’s: A1 (Ausblick stabil), Scope Ratings: A+ (Ausblick stabil).
Energie. Wasser. Leben. – Entwicklungen in der Energie- und
Trinkwasserversorgung
Energiegeschäft
Die Stromerzeugung der EVN lag in der Berichtsperiode mit 1.502 GWh um 6,7
% unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die erneuerbare Erzeugung betrug
davon 1.209 GWh (Vorjahr: 1.212 GWh). Das vorherrschende ungünstige Wind-
und Wasserdargebot konnte durch die zusätzlichen Kapazitätserweiterungen
im Bereich der Windkraft und Photovoltaik großteils ausgeglichen werden.
Der Rückgang der thermischen Erzeugung auf 293 GWh (Vorjahr: 397 GWh)
resultierte im Wesentlichen aus dem ausgelaufenen Vertrag mit dem
österreichischen Übertragungsnetzbetreiber zur Netzstabilisierung. Der
Anteil der erneuerbaren Erzeugung lag bei 80,5 % (Vorjahr: 75,3 %).
Die hohe Dynamik im Ausbau der erneuerbaren Erzeugung setzte sich auch im
Geschäftsjahr 2025/26 fort. In der Berichtsperiode wurden zwei weitere
Windparks in Betrieb genommen: Gnadendorf (28,8 MW) und Ebenfurth
(Repowering mit Leistungssteigerung auf 12,6 MW). Auch eine weitere
Photovoltaikanlage in Gaweinstal (EVN-Anteil: 3,3 MWp) wurde erfolgreich
fertiggestellt. An der Errichtung von drei weiteren Windparks sowie einer
Photovoltaikanlage wird derzeit gearbeitet. Großbatteriespeicher befinden
sich derzeit in Theiß (70 MW) sowie in Dürnrohr (16 MW) in Bau.
Batteriespeicher sind eine Schlüsseltechnologie für einen erfolgreichen
Weg in die erneuerbare Energiezukunft, da mit ihrem Einsatz
Stromerzeugung, Verbrauch und Speicherung optimal aufeinander abgestimmt
werden können.
Eine weiterhin gut abgesicherte Projektpipeline gewährleistet, dass wir
die Ausbauziele für Windkraft (770 MW), Photovoltaik (300 MWp) und
Batteriespeicher (300 MW) bis 2030 erreichen werden.
Trinkwasserversorgung
Die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich sowie die laufende
Verbesserung zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit bleibt ein
zentraler Investitionsschwerpunkt der EVN. Der Bau der nächsten
überregionalen Transportleitung zur Verbindung des Wein- und des
Industrieviertels wird die Trinkwasserversorgung weiter nachhaltig
absichern. Diese neue Leitung vernetzt künftig die
Wassertransportleitungen nördlich und südlich der Donau im Osten Wiens und
schafft damit erstmals eine hydraulische Verbindung zwischen diesen beiden
Versorgungsräumen. Die rund 24 Kilometer lange Transportleitung mit einer
Donauquerung sowie einer neuen Drucksteigerungsanlage ermöglicht es,
Wasser flexibel in beide Richtungen zu fördern. Das geplante
Investitionsvolumen liegt bei rund 15 Mio. Euro, die Inbetriebnahme ist
für das Geschäftsjahr 2029/30 geplant.
Verkauf des internationalen Projektgeschäfts
Der Verkauf des internationalen Projektgeschäfts ist nach Erfüllung aller
Bedingungen abgeschlossen. Zum Zeitpunkt des Closing Anfang März 2026
erfolgte auch der Eingang des Kaufpreises in Höhe von 100 Mio. Euro sowie
die Ablöse konzerninterner Cash-Pooling-Forderungen durch STRABAG.
Bestätigung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2025/26
Die EVN geht für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 unter der Annahme
eines stabilen regulatorischen und energiepolitischen Umfelds von einem
EBITDA und einem Konzernergebnis etwa auf dem Niveau des Vorjahres aus.
Das Konzernergebnis wird dabei in der Bandbreite von etwa 430 Mio. Euro
bis 480 Mio. Euro erwartet.
Den Aktionärsbrief über das erste Halbjahr des Geschäftsjahr 2025/26
finden Sie unter [1]www.investor.evn.at.
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28.05.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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