• 16.04.2026, 17:12:32
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MedAT: ÖH fordert sozial gerechten Zugang und mehr Mittel

Während die Aufnahmequote im Medizinstudium weiter sinkt, bleiben notwendige Investitionen aus. Wer weniger Zeit und Geld für die Vorbereitung hat, ist klar im Nachteil.

Wien (OTS) - 

Heute wurde die Zahl der Bewerber_innen für den Medizin-Aufnahmetest 2026 bekanntgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Aufnahmequote und liegt bei rund 11,6 Prozent. Die steigende Konkurrenz erschwere die Situation vor allem für jene Bewerber_innen, die weniger Ressourcen in die Vorbereitung investieren können: „Wer sich teure Vorbereitungskurse leisten kann, hat deutlich bessere Chancen auf einen Platz als jene, die sich alleine durchschlagen müssen. Ob du letztlich erfolgreich bist, hängt auch von deinen finanziellen Möglichkeiten ab”, erklärt Selina Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitz.

Wer aufgrund einer Erwerbsarbeit oder Care-Verpflichtungen mehrfach belastet ist, kann auch weniger Zeit in die Vorbereitung stecken. In seiner jetzigen Form verstärkt der MedAT damit soziale Ungleichheiten, die schon vor Studienbeginn existieren. Der MedAT müsse kritisch evaluiert und sozial selektive Hürden beseitigt werden: “Wer aus nicht-akademischen Haushalten kommt, wird systematisch benachteiligt. Statt sozialer Filter bei der Zulassung, müssen wir Ausgleichsmechanismen schaffen - damit alle Bewerber_innen eine faire Chance haben“, fordert Viktoria Kudrna aus dem ÖH-Vorsitz.

Gesundheit darf nicht dem Sparzwang untergeordnet werden. Es brauche zusätzliche Investitionen in die medizinischen Universitäten, wie Umut Ovat aus dem ÖH Vorsitz abschließend betont: „Der Staat muss Geld in die Hand nehmen, um einen sozial gerechten Zugang sicherzustellen und gleichzeitig die Qualität im Medizinstudium hochzuhalten.” Das beinhaltet Verbesserungen bei der Ausstattung, der Campus-Infrastruktur sowie in Lehre & Forschung.

Rückfragen & Kontakt

Felix Gosch
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
ÖH - Österreichische Hochschüler_innenschaft

Telefon: +43 676 88852211
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.oeh.ac.at

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