• 30.04.2026, 11:00:36
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Caritas: „Doppelbudget jetzt nutzen! Absicherung und Unterstützung für arbeitslose Menschen zentral.“

Bundesministerin Schumann, AMS Wien und Caritas eröffnen 15. Jobmeile in Wien. Schwertner: „Regierung sollte arbeitslosen Menschen mit Doppelbudget wieder den Rücken stärken!“

Wien (OTS) - 

Am internationalen Tag der Arbeitslosen – einen Tag vor dem 1. Mai – machte die Caritas auf die Situation langzeitarbeitsloser Menschen in Österreich aufmerksam. Gemeinsam mit Bundesministerin Korinna Schumann, AMS-Wien Geschäftsführer Winfried Göschl und zwei von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen eröffnete Caritasdirektor Klaus Schwertner die 15. Jobmeile in Wien. Gleich zu Beginn verwies Schwertner auf aktuelle Arbeitsmarktdaten und internationale Krisen, die ein beunruhigendes Bild zeichnen würden: „Trotz aller Bemühungen ist die Trendwende am Arbeitsmarkt vorerst abgesagt. Die Arbeitslosigkeit steigt. Und der aktuelle Sparzwang hinterlässt erste Spuren in der aktiven Arbeitsmarktpolitik: Die zur Verfügung stehenden Mittel wurden bei steigendem Bedarf teilweise gekürzt und seit zwei Jahren nicht valorisiert“, so Schwertner. Die Caritas formulierte deshalb vier konkrete Wünsche an die Bundesregierung: „Wir haben großes Verständnis dafür, dass die öffentliche Hand sparen muss: Sie sollte das möglichst nicht bei arbeitslosen Menschen tun. Im Gegenteil benötigen wir gerade jetzt ausreichend Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik, einen dauerhaft erweiterten Arbeitsmarkt für langzeitarbeitslose Menschen, Ausnahmen beim Zuverdienst und eine Reform des Arbeitslosengeldes. Das Arbeitslosengeld liegt in Österreich nach wie vor deutlich niedriger als im internationalen Vergleich, viele Betroffene fallen damit unter die Armutsgefährdungsschwelle. Wir sind überzeugt: Es sollte um Förderung, um Existenzsicherung und um Befähigung gehen. Mit dem anstehenden Doppelbudget kann und soll die Bundesregierung arbeitslosen Menschen wieder den Rücken stärken!“

Bundesministerin Korinna Schumann ergänzt: „Gerade in herausfordernden Zeiten eines sich wandelnden Arbeitsmarktes und trotz der budgetär schwierigen Situation bleibt unser Arbeitsmarktbudget stabil. Wenn der Druck steigt, darf sich der Staat nicht zurückziehen. Arbeit ist ein Menschenrecht und weit mehr als ein Einkommen: Sie bedeutet Würde, Teilhabe, Anerkennung und die Gewissheit, gebraucht zu werden. Deshalb setzen wir gezielt auf Unterstützung für jene Menschen, die es besonders schwer haben – Langzeitarbeitslose, ältere Arbeitssuchende und junge Menschen am Beginn ihres Weges. Mit konkreten Maßnahmen, Qualifizierung und neuen Chancen schaffen wir Perspektiven und öffnen Türen zurück in den Arbeitsmarkt. Veranstaltungen wie diese zeigen, was möglich ist, wenn engagierte Organisationen gemeinsam die Extrameile gehen. Mein besonderer Dank gilt der Caritas und allen beteiligten Partnern, die mit ihrem Einsatz konkrete Perspektiven für langzeitarbeitslose, ältere und junge Menschen schaffen. Unser Ziel ist klar: Niemand soll zurückgelassen werden – jede und jeder soll die faire Chance erhalten, seinen Platz in unserer Gesellschaft zu finden und mit Zuversicht in die Zukunft zu gehen.“

„Noch wichtiger als die Bekämpfung der Langzeitbeschäftigungslosigkeit ist das Bestreben, sie bereits im Vorhinein zu verhindern. Das AMS Wien macht da mit kreativen Lösungen bereits einen guten Job, etwa mit häufigen und effektiven Jobbörsen und mit guten Beihilfen für Betriebe, die auch ältere Arbeitslose aufnehmen. Derzeit sind 130 Unternehmens-Profis des AMS Wien in der ganzen Stadt unterwegs zu mehr als 2.200 Wiener Betrieben, um über Fördermöglichkeiten für diese Zielgruppe zu informieren. In allen Fällen lässt sich Langzeitarbeitslosigkeit aber nicht verhindern – da brauchen wir gute Partnerorganisationen wie die Caritas und die Unterstützung der Politik“, betont AMS Wien Geschäftsführer Winfried Göschl.


//Caritas im Einsatz für arbeitslose Menschen//

Bei der 15. Jobmeile treffen knapp 2.000 Arbeitssuchende auf konkrete Job- und Beratungsangebote der Caritas und rund 25 weiteren Trägerorganisationen und Partner treffen. Die Caritas betreibt darüber hinaus alleine in Wien 19 Beratungs- und Beschäftigungsprojekte. Im vergangenen Jahr wurden hier 1.793 Menschen beschäftigt und darüber hinaus 4.238 Menschen mit Beratung unterstützt. Schwertner: „In vielen Fällen gelingt es uns, Menschen wieder auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.“

Rückfragen & Kontakt

Michaela Ritter
Pressesprecherin
Caritas der Erzdiözese Wien
0676/4634932
[email protected]

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