• 27.05.2026, 14:38:32
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Disoski fordert 3-Punkte-Plan für Menstruationsgesundheit – von der ersten Periode bis zu den Wechseljahren

Frauenministerin Holzleitner muss eigenen Forderungen endlich Taten folgen lassen und Nationalen Aktionsplan liefern

Wien (OTS) - 

„Beschwerden rund um Periode, Endometriose oder Menopause werden in Österreich noch immer zu oft heruntergespielt. Viele Frauen leben jahrelang mit Schmerzen, warten lange auf eine Diagnose oder bekommen nicht die richtige Behandlung – und politisch passiert bisher zu wenig“, sagt Meri Disoski, Frauensprecherin der Grünen, anlässlich des Internationalen Aktionstags für Frauengesundheit am 28. Mai, und ergänzt „Das Gebot der Stunde lautet: Versorgung verbessern, Forschung stärken und Beschwerden ernst nehmen.“

Ministerin Holzleitner stehe gerade an diesem Tag besonders in der Pflicht, so Disoski: „Die Frauenministerin hat selbst jahrelang genau solche Maßnahmen gefordert – mehr Forschung, bessere Kassenleistungen und rasches Handeln. Heute trägt ihre Partei Regierungsverantwortung. Jetzt ist es Zeit, diese Forderungen umzusetzen. Verständnis allein hilft Betroffenen nicht weiter – es braucht endlich konkrete Verbesserungen“, betont Disoski. Die Grünen fordern daher die rasche Vorlage eines Nationalen Aktionsplans für Menstruationsgesundheit. Dieser soll auf drei zentralen Säulen aufbauen: Versorgung verbessern, Forschung stärken und Beschwerden ernst nehmen. Besonderes Augenmerk müsse dabei auf Endometriose sowie die gesundheitlichen Herausforderungen rund um die Menopause gelegt werden – mit konkreten Maßnahmen, die Frauen schneller Unterstützung ermöglichen:

1. Schnellere Diagnose und bessere Versorgung
Endometriose, starke Menstruationsbeschwerden und Beschwerden rund um die Menopause müssen früher erkannt, ernst genommen und besser behandelt werden. Dafür braucht es mehr Kassenangebote, bessere Versorgungsstrukturen und kürzere Wartezeiten.

2. Mehr Forschung und mehr Wissen im Gesundheitssystem
Frauengesundheit ist in Forschung und Ausbildung noch immer unterrepräsentiert. Es braucht mehr Forschung zu Endometriose und Menopause sowie eine stärkere Verankerung dieser Themen in der Ausbildung von Ärzt:innen und Gesundheitsberufen.

3. Mehr Aufklärung statt Tabus
Menstruation, Endometriose und Menopause müssen sichtbarer werden – durch Information, Aufklärung und öffentliche Gesundheitskampagnen, damit Beschwerden nicht länger bagatellisiert werden.

Endometriose betrifft Schätzungen zufolge jede zehnte Frau. Trotzdem dauert es in Österreich oft sieben bis neun Jahre, bis Betroffene eine Diagnose bekommen. Gleichzeitig werden Menstruationsbeschwerden häufig nicht ernst genommen und die gesundheitlichen Auswirkungen der Menopause noch immer zu wenig beachtet.

„Wenn Frauen jahrelang mit Schmerzen leben müssen, ohne ernst genommen zu werden, dann ist das kein Einzelfall – sondern ein strukturelles Problem“, so Disoski.

Die Grünen verweisen darauf, dass in ihrer Regierungszeit bereits wichtige Fortschritte erreicht wurden – darunter die Senkung der Mehrwertsteuer auf Menstruationsprodukte, der erste Bericht zur Menstruationsgesundheit und mehr Aufmerksamkeit für Endometriose und reproduktive Gesundheit.

„Diese Fortschritte dürfen nicht stehen bleiben. Österreich braucht endlich eine moderne Frauengesundheitspolitik, die Frauen ernst nimmt – unabhängig davon, in welcher Lebensphase sie sich befinden“, sagt Disoski.

„Wer jahrelang Maßnahmen fordert, muss sie in Regierungsverantwortung auch umsetzen. Frauengesundheit kann nicht warten“, so Disoski abschließend.

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