- 31.05.2026, 09:00:35
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Neues Trinkwasserkraftwerk in Döbling: Klimafreundlicher Strom aus Hochquellwasser
17. Trinkwasserkraftwerk geht im Juni 2026 in Betrieb, Photovoltaik-Anlagen auf Wasserbehältern werden weiter ausgebaut
Wiener Wasser nimmt im Juni 2026 beim Wasserbehälter Hungerberg in Döbling das 17. Trinkwasserkraftwerk in Betrieb. Damit baut die Stadt Wien die Versorgung mit Ökostrom weiter aus. „Wien treibt die Energiewende voran, um bis 2040 klimaneutral zu werden. Dazu nutzen wir jede erneuerbare Energiequelle, auch das Wiener Hochquellwasser“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Das Quellwasser fließt im freien Gefälle aus den Alpen in unsere Stadt. Auf diesem Weg bestehen Höhenunterschiede, die genutzt werden, um klimafreundlichen Strom zu erzeugen“, so Czernohorszky.
Mit der Zukunftsstrategie „Wiener Wasser 2050“ werden neben der Wasserinfrastruktur auch die Klimaschutzinitiativen ausgebaut. Mittlerweile wird mit den Trinkwasserkraftwerken so viel Öko-Strom erzeugt, dass der Strombedarf einer Stadt wie Wiener Neustadt gedeckt werden könnte (50.000 Einwohner*innen). Weitere Standorte für Trinkwasserkraftwerke, etwa beim Wasserbehälter Rosenhügel, werden aktuell geprüft bzw. sind bereits in Planung.
Öko-Strom für 700 Haushalte
Die Trinkwasserkraftwerke befinden sich entlang der beiden Hochquellleitungen und in Wien. Das 17. Kraftwerk wurde beim Wasserbehälter Hungerberg in Döbling errichtet. Die Anlage besteht aus 4 Pumpen, die als Turbinen genutzt werden. Diese erzeugen für etwa 700 Haushalte klimafreundlichen Strom, der in das Netz eingespeist wird. Bei Bedarf kann die Anlage als Pumpwerk genutzt werden, um zu jeder Zeit die Wasserversorgung zu gewährleisten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Arbeiten an den Hochquellenleitungen stattfinden. In diesem Fall wird das Trinkwasser in höher gelegene Wasserbehälter gepumpt.
„Mit den Investitionen in die Infrastruktur sichert Wiener Wasser die Wasserversorgung für die Zukunft und trägt wesentlich zu den Klimazielen bei“, betont Gemeinderätin Susanne Haase. „700 Haushalte mit Ökostrom versorgt – aus einer Infrastruktur, die bereits vorhanden ist. Das mittlerweile 17. Trinkwasserkraftwerk ist ein Paradebeispiel dafür, wie wir vorhandene Ressourcen intelligent nutzen können. Erneuerbare Energie ausbauen und bestehende Infrastruktur maximal nutzen – das ist intelligente, zukunftsweisende Energiepolitik“, sagt NEOS-Energiesprecher Stefan Gara.
„Die Trinkwasser-Infrastruktur in unserem Bezirk wird laufend saniert und ausgebaut. Damit ist die Versorgung für die Döblingerinnen und Döblinger langfristig gesichert“, hebt der Bezirksvorsteher von Döbling, Daniel Resch, hervor. „Für die Klimaneutralität 2040 müssen wir an vielen Stellschrauben drehen. Um unser Ziel zu erreichen, tragen wir auch in Döbling einen wichtigen Teil bei“, sagt Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Mahboobeh Bayat.
Noch mehr Energie: Photovoltaik auf Wasserbehältern
Auch durch Photovoltaik-Anlagen auf Wiener Wasserbehältern wird klimafreundlicher Strom produziert. Am Wasserbehälter Unterlaa wurde bereits 2020 die zum damaligen Zeitpunkt größte Photovoltaik-Anlage Wiens eröffnet. 2025 wurden gemeinsam mit der Wien Energie zwei Standorte in Moosbrunn (NÖ) und am Buchberg in Penzing in Betrieb genommen. Bis Ende des Jahres 2026 soll nun eine weitere Photovoltaik-Anlage auf dem Wasserbehälter Schafberg in Hernals errichtet werden.
„Die Produktion von klimafreundlichem Strom hat bei Wiener Wasser eine lange Tradition. Wir ruhen uns auf den bestehenden Anlagen aber nicht aus, sondern bauen unseren Beitrag zu klimafreundlichem Strom kontinuierlich aus“, sagt Paul Hellmeier, Chef von Wiener Wasser.
Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter https://presse.wien.gv.at/bilder abrufbar. (Schluss)
Rückfragen & Kontakt
Philipp Lindner
Mediensprecher Stadtrat Jürgen Czernohorszky
Telefon: +43 1 4000 81853
E-Mail: [email protected]
Astrid Rompolt
Stadt Wien - Wiener Wasser
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