- 16.06.2026, 08:26:33
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Josef-Ressel-Zentrum am MCI zieht eindrucksvolle Bilanz
Fünfjährige Forschung zur Produktion von Pulveraktivkohle aus kommunalen Reststoffen erfolgreich abgeschlossen | Drei Promotionen und innovative Anwendung in Umwelttechnologie

Ein bedeutender Meilenstein für die angewandte Forschung am MCI | Die Unternehmerische Hochschule®: Mit dem erfolgreichen Abschluss aller drei Dissertationen endet die fünfjährige Laufzeit des Josef-Ressel-Zentrums (JRZ) für die Produktion von Pulveraktivkohle aus kommunalen Reststoffen.
Das Forschungszentrum widmete sich der hochwertigen Nutzung kommunaler Reststoffe – insbesondere von Altholz – und entwickelte innovative Verfahren zur Herstellung und Anwendung von Pulveraktivkohle. Dabei wurde die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet: von der Aufbereitung des Rohmaterials über die Entwicklung und Optimierung von Vergasungsprozessen zur Erzeugung eines hochwertigen Brenngases bis hin zur Aktivierung der entstehenden Kohlenstoffe.
Ganzheitlicher Forschungsansatz mit direkter Praxisrelevanz
Im Projektverlauf des JRZ konnte erfolgreich nachgewiesen werden, dass die erzeugte Pulveraktivkohle effizient in der Abwasserreinigung eingesetzt werden kann. Darüber hinaus entstanden technologische Lösungen für die kaskadische Nutzung von Altholz, die ökologische und ökonomische Vorteile verbinden und neue Perspektiven für die kommunale Kreislaufwirtschaft eröffnen.
Ein zentraler Erfolgsfaktor des Josef-Ressel-Zentrums war die enge Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft. Die Forschungsergebnisse wurden gemeinsam mit führenden Praxispartnern unter realen Bedingungen entwickelt und validiert. So profitierten die beteiligten Unternehmen von innovativen Technologien und fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die direkt in industrielle Anwendungen überführt werden.
Beteiligt waren die SYNCRAFT GmbH, die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG, die Stadtwerke Schwaz GmbH sowie die Gemeindewerke Telfs GmbH. Gefördert wurde das Zentrum durch das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft, die Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung sowie die Christian Doppler Forschungsgesellschaft.
Mehrere Dissertationen erfolgreich abgeschlossen
Die wissenschaftlichen Arbeiten der drei Dissertanten deckten dabei vielfältige Bereiche der Prozesskette ab: von der Entwicklung innovativer Aktivierungsverfahren und Reaktorkonzepte über die Herstellung funktionalisierter Aktivkohlen bis hin zur Optimierung neuartiger Vergasungstechnologien für Altholz.
Den Auftakt machte David Gurtner mit seiner Dissertation zur Aktivierung von Vergaserkohle und der Entwicklung eines integrierbaren Aktivierungsreaktors an der Universität für Bodenkultur Wien. Dominik Bosch widmete sich an der Universität Innsbruck der Herstellung und Anwendung funktionalisierter Aktivkohlen für die Abwasserbehandlung. Michael Kresta untersuchte an der Universität für Bodenkultur Wien die Optimierung eines neuartigen Vergasungsreaktors für Altholz entlang der gesamten Prozesskette.
Statements:
Angela Hofmann, Leiterin des Josef-Ressel-Zentrums: „Der erfolgreiche Abschluss des Josef-Ressel-Zentrums und die drei abgeschlossenen Promotionen sind für uns ein besonderer Meilenstein. Ich bin sehr stolz auf die herausragenden Leistungen unseres Teams und unserer Dissertanten, die mit ihrer Forschungsarbeit nicht nur neue wissenschaftliche Erkenntnisse geschaffen, sondern auch konkrete Lösungen für die Praxis entwickelt haben. Mein Dank gilt auch unseren Unternehmenspartnen, Förderinstitutionen und wissenschaftlichen Partnern für ihr Vertrauen und die enge Zusammenarbeit.“
Martin Pillei, Leiter Forschung & Entwicklung am MCI: „Das Projekt bestätigt exemplarisch, wie durch die enge Kooperation von Hochschulen, Unternehmen und Förderinstitutionen innovative Lösungen für gesellschaftlich relevante Herausforderungen entstehen können. Die direkte Überführung der Forschungsarbeiten in wirtschaftliche Anwendungen schafft nachhaltigen Mehrwert für den Standort und stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Innovationslandschaft.“
Cornelia Hagele, Tiroler Landesrätin für Bildung, Wissenschaft, Forschung, Gesundheit und Pflege: „Das MCI zeigt eindrucksvoll, welche maßgebliche Rolle Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Forschung, Entwicklung und Innovation für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort übernehmen. Dies bestätigt einmal mehr, wie wichtig ein eigenständiges Promotionsrecht an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Österreich wäre, um wissenschaftliche Exzellenz, Forschungsleistung und die Qualifizierung hoch kompetenter Nachwuchsforscher:innen weiter zu stärken und dem ‚Brain Drain‘ unserer besten Köpfe ins Ausland entgegen zu wirken.“
MCI Rektor Andreas Altmann: „Die aus den Dissertationsvorhaben hervorgehenden Ergebnisse unterstreichen zugleich die eindrucksvolle wissenschaftliche Qualität und Forschungsstärke des MCI. Sie zeigen, welchen wichtigen Beitrag Hochschulen zur Entwicklung von Zukunftskompetenzen, Innovation und anwendungsorientierter Forschung leisten. Umso unverständlicher ist die standespolitische Vorenthaltung eines Promotionsrechts an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, mit welchem ein noch ungleich höherer Output an der Schnittstelle von Wissenschaft & Technologie erzielbar wäre.“
Oswald Wolkenstein, MCI Aufsichtsratsvorsitzender: „Mit der beeindruckenden Forschungsarbeit des Josef-Ressel-Zentrums konnten zentrale wissenschaftliche Fragestellungen beantwortet und gleichzeitig wesentliche Grundlagen für zukünftige industrielle Anwendungen in der Umwelt- und Energietechnologie geschaffen werden. Mit einem eigenständigen Promotionsrecht hätte die Anzahl der Dissertationen und der erzielbare Forschungsoutput noch deutlich gesteigert werden können.“
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