• 16.06.2026, 13:26:32
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WorldSkills 2026: Größtes Vorarlberger Team seit 23 Jahren

Berufs-WM in Shanghai von 22. bis 27. September: Acht Teilnehmende wollen Vorarlbergs lange Erfolgsgeschichte fortführen.

FELDKIRCH/SHANGHAI (OTS) - 

48 Teilnehmende entsendet Österreich Ende September 2026 zu den 48. WorldSkills nach China – von A wie Anlagenelektriker bis Z wie Zimmerer kämpfen ausgebildete Fachkräfte (bis zum Alter von 22 Jahren) auf der beruflichen Weltbühne um Edelmetall. Acht davon kommen in diesem Jahr aus Vorarlberg. Sie treffen in der Millionen-Metropole Shanghai auf 1.400 Teilnehmer:innen aus aller Welt, die sich an vier Wettkampftagen in 64 Disziplinen messen.

Erfolgreichstes WorldSkills-Bundesland

„Vorarlberg zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Bundesländern bei internationalen Berufswettbewerben. Mit unserem starken Team wollen wir auch bei WorldSkills in Shanghai zeigen, welches Niveau die duale Ausbildung und unsere Betriebe erreichen. Unsere Teilnehmerin und unsere Teilnehmer sind Botschafter ihres Berufsstandes und stehen stellvertretend für die hohe Qualität der Fachkräfteausbildung in Vorarlberg“, sagt Karlheinz Kopf, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Tatsächlich sind die Fachkräfte aus dem „Ländle“ ein Erfolgsgarant bei WorldSkills: Kein anderes Bundesland in Österreich konnte in der Geschichte der Berufsweltmeisterschaften mehr Medaillen erobern – mit 20 Gold-, 15 Silber- und zwölf Bronze-Medaillen steht Vorarlberg an der Spitze der Bundesländerwertung. Für den nächsten Medaillenerfolg soll heuer ein Team von acht jungen Fachkräften sorgen: Das sind so viele wie zuletzt bei WorldSkills vor 23 Jahren in St. Gallen.

Trio als Rückkehrer auf die Weltbühne

In China müssen die Vorarlberger diese Qualität unter kompetitivsten Bedingungen unter Beweis stellen, weiß SkillsAustria-Geschäftsführer Jürgen Kraft: „Das Niveau bei WorldSkills ist eine eigene Liga. Es geht um Details, um Perfektion unter Zeitdruck – und um die Fähigkeit, im entscheidenden Moment abzuliefern. Genau darauf bereiten wir unser Team systematisch vor.“

Für drei Vorarlberger wird die WM zum Comeback auf der internationalen Bühne: Elena Mathis aus Hohenems reist als amtierende Europameisterin im Wettbewerb Hotel Rezeption nach Shanghai. Sandro Flatz aus Fussach will nach einem „Medallion for Excellence“ (für herausragende Leistungen nach den Podestplätzen) nun in seiner Disziplin Maschinenbau CAD aufs Stockerl springen. CNC-Fräser Deniz Mutun, Teilnehmer der EuroSkills 2025 in Dänemark, will bei dieser WM „einfach nur Gold für Österreich holen“, zeigt sich der Lustenauer angriffslustig.

Auch die beiden anderen Rückkehrer wollen nach Medaillen greifen: „WorldSkills ist die Weltmeisterschaft unseres Berufs. Ich freue mich darauf, mich mit den Besten der Welt zu messen. Mein Ziel ist es, mein volles Potenzial abzurufen – und dann möge der Bessere gewinnen“, zeigt sich Flatz diplomatisch. Mathis betont: „Ich erwarte einen extrem anspruchsvollen Wettbewerb. Bei WorldSkills gibt es keine leichten Gegner, hier treten die Besten der Besten an. Genau das motiviert mich. Ich will mich mit der Weltspitze messen und zeigen, was möglich ist.“ Ob sie als Europameisterin dabei noch stärker im Fokus steht? „Natürlich macht man sich selbst Druck, aber das ist Teil eines solchen Bewerbs“, sagt Mathis.

Techniker wollen aufs Podest

Für René Bitschnau aus Frastanz geht es in der Chemielabortechnik um Präzision, Analyse und einen kühlen Kopf unter Zeitdruck. Der HTL-Absolvent bereitet sich seit Monaten auf die Weltmeisterschaft vor: „Mich reizt die Herausforderung, mich mit den besten Nachwuchsfachkräften der Welt zu messen. Im Labor entscheiden oft kleinste Details über das Ergebnis. Genau diese Präzision macht den Beruf für mich spannend.“ Keanu Frick aus Höchst will in der Maschinenbautechnik glänzen: „Hinter einer Teilnahme an WorldSkills steckt jahrelange Arbeit. Ich möchte zeigen, was möglich ist, wenn man an sich glaubt, Rückschläge akzeptiert und konsequent seinen Weg weitergeht.“

Eine historische Erfolgsgeschichte will Maler Luca Ladler aus Fußach fortschreiben: Bei nunmehr 20 Teilnahmen pinselten sich die rot-weiß-roten Malerei-Fachkräfte zu 15 Medaillen - davon dreizehn in Gold, eine in Silber, eine in Bronze. „Mit derartigen Statistiken setze ich mich aber nicht auseinander. Mein Ziel ist es, die bestmögliche Leistung abzurufen“, behält Ladler einen kühlen Kopf.

In der Anlagenelektrik verfolgt Janick Gehrer aus Hard dasselbe Ziel: „Mich motiviert die Herausforderung, mich mit anderen zu messen und mein Bestes zu geben.“ Jüngeren Menschen rät er zu einer technischen Ausbildung: „Mich begeistert besonders die Abwechslung zwischen Programmieren, Bauen und praktischem Arbeiten. Man kann sich fachlich extrem weiterentwickeln – das macht die Tätigkeit so spannend.“

Bereit für die Premiere

Für eine Premiere will Simon Österle aus Krumbach sorgen: Es wäre Österreichs erste WM-Goldmedaille bei den Schweißern! „Wenn es jemand weiß, wie man aufs Stockerl kommt, dann mein Coach“, hat Österle das Geheimrezept parat. Tatsächlich steht ihm mit Gustav Klammer aus Ludesch just jener Experte zur Seite, der mit seinem damaligen Schützling bei der EM im Vorjahr Bronze eroberte. „Daher trainiere ich mit ihm auf Hochtouren – jeder Handgriff kann den Unterschied machen“, ist Österle bereit für die WM.

Übersicht über die Vorarlberger Teilnehmenden

  • René Bitschnau, Frastanz, Chemielabortechnik, HTL Dornbirn (hier zum Foto)
  • Sandro Flatz, Fußach, Maschinenbau CAD, Julius Blum GmbH (Höchst) (hier zum Foto)
  • Keanu Frick, Höchst, Maschinenbautechnik, Julius Blum GmbH (Höchst) (hier zum Foto)
  • Janick Gehrer, Hard, Anlagenelektrik, Julius Blum GmbH (Höchst) (hier zum Foto)
  • Luca Ladler, Fußach, Maler, Hagen Hannes Präzision.Farbe (Hohenems) (hier zum Foto)
  • Elena Mathis, Hohenems, Hotel Rezeption, Hotel GAMS zu zweit (Bezau) (hier zum Foto)
  • Deniz Mutun, Lustenau, CNC-Fräsen, Julius Blum GmbH (Höchst) (hier zum Foto)
  • Simon Österle, Krumbach, Schweißen, Ludwig Steurer Maschinen- und Seilbahnbau GmbH & Co. KG (Doren) (hier zum Foto)

Download Teamfoto Vorarlberg (© WKV/KOMM, v.l. WK Vorarlberg-Präsident Karlheinz Kopf, Schweißer Simon Österle, Maler Luca Ladler, Anlagenelektriker Janick Gehrer, Hotel-Rezeptionistin Elena Mathis, CNC-Fräser Deniz Mutun, Sandro Flatz (Maschinenbau CAD), Maschinenbautechniker Keanu Frick, SkillsAustria-Experte Marco Simma)

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