• 16.06.2026, 14:00:02
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WKÖ-Danninger: Europa darf nicht bei Forschung und Wettbewerbsfähigkeit sparen

Kürzungen bei Horizon Europe und European Competitiveness Fund wären falsches Signal für Standort, Industrie und KMU

Wien (OTS) - 

„Europa steht im globalen Standortwettbewerb unter massivem Druck. Wer jetzt bei Forschung, Innovation und industrieller Skalierung kürzt, spart nicht nachhaltig, sondern schwächt die Grundlage für künftiges Wachstum“, betont Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der aktuellen Vorschläge der zypriotischen Ratspräsidentschaft zum Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034. Gerade jene Programme, die Europas Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und technologische Souveränität stärken sollen, dürfen aus Sicht der WKÖ in den anstehenden Budgetverhandlungen nicht geschwächt werden. „Horizon Europe und der European Competitiveness Fund sind zentrale Zukunftsinstrumente. Sie müssen ausreichend dotiert, exzellenzbasiert und wirtschaftsnah ausgestaltet werden“, so Danninger.

Der EU-Haushalt 2028–2034 muss stärker als bisher auf Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und europäischen Mehrwert ausgerichtet werden. Dazu braucht es ein starkes, eigenständiges Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe sowie einen wirksamen European Competitiveness Fund, der die Lücke zwischen Forschung, Pilotierung, Markteinführung und industrieller Skalierung schließt.

„Entscheidend ist, dass Forschungsergebnisse schneller in die industrielle Anwendung kommen. Europa hat kein Erkenntnisproblem, sondern vielfach ein Skalierungsproblem. Deshalb müssen Horizon Europe und der European Competitiveness Fund eng verzahnt werden – von der Grundlagenforschung bis zur Produktion und Markteinführung“, betont Danninger. Aus Sicht der WKÖ darf Wettbewerbsfähigkeit nicht nur als politisches Schlagwort im EU-Budget stehen, sondern muss sich auch in der Mittelverteilung widerspiegeln. Exzellenzbasierte Programme wie Horizon Europe und der European Competitiveness Fund dürfen nicht zugunsten traditioneller Ausgabenlogiken geschwächt werden. Mittel sollen dort eingesetzt werden, wo sie den höchsten europäischen Mehrwert schaffen: bei den besten Projekten, bei grenzüberschreitenden Wertschöpfungsketten, bei Schlüsseltechnologien, bei KMU, Start-ups und industrieller Transformation.

Zukunftsinvestitionen statt Kürzungen
Gleichzeitig braucht es einfachere Verfahren, einen besseren Zugang für Unternehmen und KMU, weniger Bürokratie und schnellere Entscheidungen. „Für Unternehmen zählt nicht nur die Höhe der Mittel, sondern auch, ob sie praktisch erreichbar sind. Ein wettbewerbsfähiger EU-Haushalt muss einfacher, schneller und unternehmensnäher werden“, so Danninger. Die WKÖ spricht sich daher klar gegen Kürzungen bei Horizon Europe und dem European Competitiveness Fund aus. „Ein sparsamer EU-Haushalt ist wichtig. Sparsamkeit darf aber nicht bedeuten, bei Zukunftsinvestitionen zu kürzen, während traditionelle Ausgabenbereiche geschont werden. Österreich sollte sich in den weiteren Verhandlungen für eine starke Dotierung von Horizon Europe und ECF einsetzen“, so Danninger abschließend. (PWK298/PAT)

Rückfragen & Kontakt

Andreas Jilly
Sprecher der Wirtschaftskammer Österreich
Telefon: 0590900 4462
E-Mail: [email protected]

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