• 17.06.2026, 13:09:32
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SPÖ-Sidl: Wo Gentechnik drinnen ist, muss auch Gentechnik draufstehen

EU-Abgeordneter kritisiert Einigung zu neuen genomischen Techniken scharf

Wien (OTS) - 

Das Europäische Parlament hat heute den überarbeiteten Rechtsrahmen für neue genomische Techniken (NGTs) beschlossen und damit die weitreichendste Änderung der europäischen Regeln für gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel seit Jahrzehnten auf den Weg gebracht. SPÖ-EU-Abgeordneter und Mitglied im Umweltausschuss Günther Sidl kritisiert den Beschluss scharf: „Gentechnik darf nicht durch die Hintertür auf unsere Teller kommen. Wer die Menschen bei neuen Technologien mitnehmen will, darf diese Technologien nicht vor ihnen verstecken. Wo Gentechnik drinnen ist, muss auch Gentechnik draufstehen. Mit diesem Grundsatz wird nun aber gebrochen. Durch die verabschiedeten Änderungen im Gentechnikbereich wird es für Konsument:innen schon bald nicht mehr nachvollziehbar sein, ob neue Gentechnik in Lebensmitteln steckt oder nicht. Damit nimmt man den Menschen die Möglichkeit, eine informierte Kaufentscheidung zu treffen. Es kann nicht sein, dass man sich nur noch dann sicher sein kann, gentechnikfrei einzukaufen, wenn man zu meist teureren Bio-Produkten greift. Wir stehen Innovationen in der Pflanzenzüchtung offen gegenüber, aber sie dürfen niemals auf Kosten der Konsument:innen gehen.” ****

Besonders problematisch ist für Sidl außerdem, dass mit dem Gesetz die Tür für eine Ausweitung von Patenten geöffnet wird: „Neue Technologien in der Pflanzenzüchtung müssen dazu beitragen, Ernährungssicherheit zu stärken und Europas Landwirtschaft unabhängiger zu machen. Sie dürfen aber nicht dazu führen, dass Saatgut, Pflanzen oder ihre Eigenschaften immer stärker privatisiert und in die Hände weniger großer Konzerne gelegt werden. Mehr Patente bedeuten mehr Abhängigkeiten, mehr Lizenzdruck und weniger Freiheit für jene, die tagtäglich unsere Lebensmittel produzieren. Wissenschaftlicher Fortschritt muss dem Gemeinwohl zugutekommen und darf nicht zum Geschäftsmodell einiger weniger multinationaler Saatgutkonzerne werden.“ (Schluss) bj

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SPÖ-Delegation im
Europaparlament
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Telefon: +32 470883049
E-Mail: [email protected]

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