- 09.07.2026, 16:28:03
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Kunsthalle Wien Preis 2026 geht an Lotti Brockmann und Valentino Skarwan

Lotti Brockmann (Akademie der bildenden Künste Wien) und Valentino Skarwan (Universität für angewandte Kunst Wien) werden in einer gemeinsamen Ausstellung im Dezember 2026 in der Kunsthalle Wien Karlsplatz präsentiert.
Der Kunsthalle Wien Preis hat das Ziel, aufstrebende Künstler*innen, die in Wien leben und arbeiten, zu unterstützen und den Diskurs über zeitgenössische Kunst im Rahmen einer jährlichen Zusammenarbeit mit den beiden Wiener Kunstuniversitäten zu fördern. Der gemeinsam von der Kunsthalle Wien, der Akademie der bildenden Künste Wien und der Universität für angewandte Kunst Wien vergebene Preis wird von einer Expert*innenjury an jeweils eine*n Absolvent*in der beiden Kunstuniversitäten verliehen.
Für den diesjährigen Preis begutachteten die Jurys Diplomarbeiten aus dem Institut für bildende Kunst an der Akademie sowie dem Institut für bildende und mediale Kunst der Angewandten. Über 100 Absolvent*innen reichten ihre Arbeiten ein. Zwei Künstler*innen wurden für eine gemeinsame Ausstellung in der Kunsthalle Wien ab Dezember 2026 ausgewählt:
Lotti Brockmann studierte Kunst und Raum | Raumstrategien und Skulptur an der Akademie der bildenden Künste Wien und wurde für ihre Performance und Installation Ten Agents of Deterioration (2026) mit dem Kunsthalle Wien Preis ausgezeichnet. Geleitet von der These „Form follows conditions“ versteht die Arbeit Form nicht als feststehend, sondern als etwas, das bedingt wird durch die klimatischen, körperlichen, technischen, ökonomischen und institutionellen Bedingungen ihrer Produktion. In der Arbeit messen die Performer*innen kontinuierlich Luftfeuchtigkeit und Temperatur mithilfe analoger und digitaler Ablesegeräte sowie anhand ihrer eigenen körperlichen Wahrnehmung. Diese Messungen dienen als Grundlage für choreografierte Bewegungen, die aus dem Cheerleading-Hintergrund der Künstlerin stammen. Besucher*innen, Wetter, Zeit, Materialien und die Bedürfnisse der Performer*innen selbst bestimmen dabei fortwährend die Gestaltung der Arbeit. Im Raum verteilte Texte vermitteln einen Einblick in die Produktionsbedingungen – persönliche, wirtschaftliche, institutionelle und emotionale – sowie in die Infrastrukturen, die das Werk erst möglich machen.
Valentino Skarwan studierte Malerei und Animationsfilm an der Universität für angewandte Kunst Wien und wurde für die Performance und Installation There is nothing new under the sun, but there are new suns (2026) mit dem Kunsthalle Wien Preis ausgezeichnet. Das Werk rekonstruiert architektonische Fragmente einer abgerissenen Tankstelle in Guatemala, die Skarwan anhand eines Fotos nachgebildet hat. Skulpturale Elemente erinnern an Benzinschläuche und Kanister, während eine Aufnahme der hallenden Umgebungsgeräusche die Ausstellungsarchitektur ergänzt, die zugleich als Kulisse für die Performance dient. Die Installation entfaltet sich als Gesamtkunstwerk und untersucht stillgelegte Infrastrukturen und deren anhaltende Rolle bei der Gestaltung des Alltags. Skarwan befasst sich mit den oft verborgenen Systemen, die sowohl menschliches als auch nicht-menschliches Leben stützen, und reflektiert gleichzeitig darüber, wie Wissen, Objekte und Geschichten durch Zirkulation, Zusammenarbeit und wiederholte Begegnungen fortbestehen.
Pressetermin
Datum: 02.12.2026, 11:00 Uhr
Art: Pressetermine
Ort: Kunsthalle Wien Karlsplatz
Ausstellungseröffnung
Datum: 02.12.2026, 19:00 Uhr
Art: Ausstellungen
Ort: Kunsthalle Wien Karlsplatz
Kunsthalle Wien Pressroom
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Kunsthalle Wien
Iseult Grandjean
Telefon: +43-1-52189-221
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