• 12.07.2026, 13:02:03
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Großer Premierenjubel und Tenor-Krimi: Oper BURG GARS begeistert mit einer emotionalen und historischen „MADAMA BUTTERFLY“

Ausverkauftes Haus, Traumwetter und ein außergewöhnlicher Künstlerwechsel sorgten für einen unvergesslichen Festivalauftakt mit minutenlangen Ovationen.

Oper BURG GARS, Österreich größtes akustisch unverstärktes
Freiluft-Opernfestival.
Gars am Kamp (OTS) - 

Ein glanzvoller Premierenabend unter Sternen mit einem unerwarteten, historischen Happy End: Mit Giacomo Puccinis Meisterwerk „Madama Butterfly“ feierte die Oper BURG GARS am Samstagabend eine ausverkaufte, umjubelte und zutiefst bewegende Premiere. Bei Traumwetter und einer magischen Atmosphäre setzte Intendant Clemens Unterreiner gemeinsam mit seinem Ensemble ein unüberhörbares Ausrufezeichen im österreichischen Kultursommer. In Vertretung für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner wurden die 37. Opernfestspiele von Finanzlandesrat Anton Kasser feierlich eröffnet. Dass dieser Abend in die Geschichte von Gars eingehen würde, ahnte zu Beginn noch niemand. Es wurde eine Premiere, die bewies: Oper ist echtes Leben - ohne Netz und doppelten Boden.

Ein Drama hinter den Kulissen: Zweiter Tenor rettet die Premiere
In der Rolle des Pinkerton zeigte Vitaliy Kovalchuk von Beginn an größten Einsatz. Geplagt von einer akuten, schweren Allergie, lieferte er zwar einen unglaublichen, tapferen Kampf, aber nach dem 1. Akt ging es stimmlich nicht mehr weiter. Das Publikum verabschiedete den sichtlich angeschlagenen Künstler mit tosendem Applaus für seinen enormen Mut. In kürzester Zeit musste Intendant Clemens Unterreiner reagieren, um die Premiere in letzter Sekunde zu retten: Der junge argentinische Tenor Gabriel Arce, den Unterreiner im Zuge seines neuen Doppelbesetzungs-Konzepts nach Gars geholt hatte, wurde im Eiltempo aus dem Hotel auf die Burg gebracht. Arce sprang quasi kalt aus dem Auto ins Rampenlicht, übernahm die Rolle nahtlos und glänzte auf allen Ebenen. Das verständnisvolle Garser Publikum erlebte somit eine absolute Premiere: Zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals wurde eine Oper mit zwei unterschiedlichen Hauptrollen-Tenören aufgeführt. Beide wurden vom Publikum frenetisch gefeiert.

Ein sichtlich dankbarer und bewegter Intendant Clemens Unterreiner fand nach dem Schlussapplaus emotionale Worte: „Ein Stein fällt mir vom Herzen! Es ist natürlich der absolute Supergau, wenn bei einer Premiere ein Hauptdarsteller ausfällt. Aber Gott sei Dank habe ich in Gars eine Doppelbesetzung eingeführt, und genau dieses Konzept hat uns heute Abend gerettet.“ Als aktiver Sänger fühlte Unterreiner besonders mit: „Als Kollege leide ich in so einem Moment vollkommen mit. Kein Sänger möchte jemals ausfallen, erst recht nicht bei einer Premiere. Ich habe vollstes Verständnis für Vitaliy und danke und gratuliere ihm zu seinem unglaublichen, tapferen Kampf im ersten Akt. Aber die Gesundheit und die Stimme gehen immer vor! Deshalb haben wir gemeinsam entschieden, dass er sich schont. Dass Gabriel Arce dann in Rekordzeit herbeigeeilt ist und die Vorstellung so brillant nach Hause gespielt hat, macht mich unglaublich stolz. Das war gelebtes Opern-Drama: Let’s OPERA!“

Zeitlose Eleganz und musikalische Brillanz
Trotz des Krimis hinter den Kulissen verschmolz die packende Inszenierung von Regisseur Matthias von Stegmann unter der feinsinnigen musikalischen Leitung von Karsten Januschke zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk. Als größtes akustisch unverstärktes Freiluft-Opernfestival Österreichs bewies die Oper BURG GARS damit einmal mehr ihre absolute Ausnahmestellung. Das elegante, japanisch inspirierte Bühnenbild von David Gamel harmonierte perfekt mit den historischen Festungsmauern, während die rund 70 zeitlosen und detailverliebten Kostüme von Laura Madgé Hörmann visuelle Pracht entfalteten. Michal Juraszek leitete den exzellent studierten Chor der Oper BURG GARS.

In der Titelrolle berührte KS Kristiane Kaiser das Publikum zutiefst und gestaltete die Cio-Cio-San mit Intensität und stimmlicher Bravour. In den weiteren Rollen begeisterten Daria Sushkova (Suzuki) und Paolo Rumetz (Sharpless). In den kommenden Vorstellungen bis zum 1. August dürfen sich die Zuschauer auf wechselnde Besetzungen freuen – unter anderem auf Eugenia Dushina (Cio-Cio-San) sowie auf Intendant KS Clemens Unterreiner höchstpersönlich in der Rolle des Sharpless.

Hochkarätige Gästeliste feiert das Happy End
Der Einladung zu diesem geschichtsträchtigen Sommerabend folgte ein Who-is-Who der Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur, darunter: Othmar Karas (Vizepräsident des Europäischen Parlaments aD), Gottfried Waldhäusl (2. Präsident des NÖ Landtags), Franz Linsbauer (Abg. zum NÖ Landtag), Bezirkshauptmann Markus Peham, Verteidigungsminister aD Werner Fasslabend mit Gattin Martina, Manfred Matzka (Aufsichtsrat Bundestheater), Gardekommandant Georg Frischeis, Landespolizeidirektor Franz Popp sowie Gars-Bürgermeister Martin Falk.

Auch die Wirtschaft war durch Ex-Raiffeisen-Generalanwalt Walter Rothensteiner und die Garser Unternehmerfamilie Kiennast vertreten sowie ein großes internationales Diplomatencorps mit den Botschafterinnen und Botschaftern aus Australien, Korea, Island, Rumänien, der Ukraine, Luxemburg, Frankreich, Finnland und Helene von Damm (ehem. US-Botschafterin). Aus der Kunst- und Kulturszene feierten mit: Petra Höfinger (ART for ART), Maria Grossbauer (Theater Wr. Neustadt), die Schauspiel-Stars Konstanze Breitebner, Gabriela Benesch, Aaron Karl und Erich Furrer, Produzent Norbert Blecha, Armin Egger (Hofburg Vienna), Jürgen Partaj (Basiskultur), Historikerin Katrin Unterreiner, Katrin Zierhut-Kunz (ORF3). Ebenfalls gesichtet: Die Sängerkollegen KS Wolfgang Bankl und Marcus Pelz, Unternehmer Martin Rohla mit Ehefrau Madeleine (Ur-Enkelin von Richard Strauss), Topmodel Kerstin Lechner, Künstler Hannes Mlenek, Benimm-Papst Thomas Schäfer-Elmayer, Kulturmanager Christoph Thun-Hohenstein, Ingrid Wendl-Turkovic, Kultur-Lady Elisabeth Himmer-Hirnigl sowie Künstler-Agentin Marika Lichter.

Ein Sommerabend wie im Märchen
Minutenlange Standing Ovations und frenetischer Applaus markierten das furiose Finale dieses außergewöhnlichen Abends, bevor Künstler, Ehrengäste und Opernfans auf der stimmungsvollen Festwiese bei milden Sommertemperaturen glücklich bis tief in die Nacht feierten.

„Madama Butterfly“ steht nur eine Autostunde von Wien entfernt noch bis Anfang August auf dem Spielplan. Ein unverstärktes und unvergessliches Opernerlebnis unter Sternen, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

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