- 24.07.2026, 10:28:02
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Grüne/Disoski: „Ludwig stellt sich hinter Ruck statt hinter Frauen“
Grüne fordern Konsequenzen für sexistisches Verhalten
Während selbst Bundeskanzler Christian Stocker Konsequenzen für den Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Walter Ruck fordert, stellt sich Wiens Bürgermeister Michael Ludwig weiterhin demonstrativ hinter ihn. Für die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski, ist das ein fatales Signal:
„Dass SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig Walter Ruck trotz seiner sexistischen Aussagen öffentlich verteidigt, macht fassungslos. Gerade in einer Partei, die Gleichstellung für sich reklamiert, sollte klar sein: Wer Frauen herabwürdigt, darf nicht auf politische Rückendeckung zählen. Wenn sogar aus den Reihen der ÖVP Konsequenzen gefordert werden, der Wiener Bürgermeister aber Walter Ruck weiterhin den Rücken stärkt, dann läuft etwas gewaltig schief. Wien nennt sich selbst ,Stadt der Frauen’ - gerade der Bürgermeister müsste entsprechend handeln und klarstellen, dass Sexismus Konsequenzen hat“, sagt Disoski.
„Es geht hier längst nicht mehr nur um Walter Ruck. Es geht darum, welche Botschaft Frauen bekommen. Wenn mächtige Männer einander trotz sexistischen Verhaltens öffentlich den Rücken stärken, schützen sie damit auch bestehende Machtstrukturen. Dass ausgerechnet Wiens Bürgermeister dieses Signal aussendet, ist ein politisches Armutszeugnis“, sagt Disoski.
Die Grünen fordern weiterhin den Rücktritt von Walter Ruck als Präsident der Wirtschaftskammer: „Sexismus darf kein Kavaliersdelikt sein. Wer Frauen herabwürdigt, ist für ein Spitzenamt nicht tragbar. Walter Ruck muss zurücktreten. Politik muss klar zeigen, dass Sexismus Konsequenzen hat - unabhängig von Funktion, Parteibuch oder Netzwerk“, so Disoski abschließend.
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