- 04.08.2026, 10:23:02
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Rekord-Juli bei Windkraft: Energiekrisen in Osteuropa durch niedrigen Donau-Pegel zeigen Dringlichkeit vielseitiger Energieversorgung
Während in Ungarn oder Rumänien wegen der extremen Hitze und mangelndem Kühlwasser AKW heruntergefahren werden müssen – und Industrie wie Haushalte aufgefordert sind, Strom zu sparen – zeigen diese Krisen die Unerlässlichkeit einer breit aufgestellten Energieversorgung. Der Juli 2026 war der zweitbeste Juli in der Windkraft-Erzeugung der letzten 12 Jahre. Auch im Zeitraum der letzten 6 Monate waren es im Allzeit-Vergleich das zweitbeste Ergebnis bei der Erzeugung von Windstrom.
Wien, 05.08.26: „Stromkrisen in Rumänien und Ungarn führen uns aktuell drastisch vor Augen, wie wichtig eine auf breiten Füßen aufgestellte, sichere und heimische Energieversorgung ist. Während dieser Sommer die Klimaveränderungen und Extremhitze für uns alle erstmals besorgniserregend erlebbar macht, setzen Trockenheit und die niedrige Wasserführung die Kühlung von AKW im Osten massiv unter Druck. Der Rekord-Juli bei der Windstromerzeugung zeigt gleichzeitig, warum wir einen breiten Mix aus heimischer Energieerzeugung brauchen“, sagt IG Windkraft-Geschäftsführer Florian Maringer.
Zweitbester Juli der letzten 12 Jahre
Im heurigen Juli 2026 wurde gemäß den Daten des Verbandes europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) um rund 18 Prozent mehr Windstrom erzeugt als im Schnitt der letzten 12 Jahre und damit die zweithöchste Erzeugung in diesem Zeitraum. Die letzten 6 Monate war auch die zweitbeste Erzeugungsperiode nach absoluten Zahlen. Nur im Rekordjahr 2024 wurde im Vergleichszeitraum noch mehr Strom aus Windenergie produziert.
Energiekrisen in Ungarn und Rumänien
„In Rumänien muss die Industrieproduktion heruntergefahren werden. In Ungarn könnte das AKW Paks erstmals seit 44 Jahren abgeschaltet werden, weil die Extremhitze das Kühlwasser reduziert. Das wären mehrere tausend Megawatt Erzeugung in kurzer Zeit. Paks produziert zu Spitzenzeiten weit über ein Drittel bis fast zur Hälfte des ungarischen Strombedarfs, aktuell musste die Slowakei schon Not-Stromlieferungen anbieten. Auch Rumänien muss aktuell plötzlich 2.000 bis 2.500 Megawatt importieren. Für Österreich heißt das, dass wir Wind und Sonne ausbauen müssen. Denn diese Entwicklung hat gerade erst begonnen.“, so Maringer weiter. „Andernfalls ist die Folge, dass Haushalte und Industrie aufgefordert werden Strom zu sparen oder sogar mit strengen Maßnahmen vom Netz genommen werden, wenn sie sich nicht daran halten. Das ist nicht das, was die Menschen und Unternehmen erwarten. Das kann nicht im Sinne des Wirtschaftsstandorts sein.“
Über die IG Windkraft
Die IG Windkraft ist die Interessenvertretung der österreichischen Windbranche. Heimische Windräder versorgen schon heute rund 2,75 Millionen Haushalte im Land mit sauberem, unabhängigem und günstigem Strom. Nach einer aktuellen, repräsentativen Umfrage befürworten 83 % der Österreicher: innen den Ausbau der Windenergie. Die IG Windkraft repräsentiert rund 180 in den Regionen verankerte, meist mittelständische Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energieform – von der Herstellung über die Planung und Errichtung bis hin zu Betrieb und Wartung. Die österreichische Windbranche beschäftigt etwa 8.000 Menschen und hat in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt 1,2 Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaftet. Durch Milliarden-Investitionen stärkt sie den heimischen Wirtschaftsstandort.
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