- 15.08.2026, 09:12:32
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ÖGK-Obmann Huss: Gebarungsvorschau hat sich verbessert, doch Ziel ist noch weit entfernt
Versorgungsausbau im Fokus: Neue fachärztliche Zentren sollen Wartezeiten verkürzen und Spitäler entlasten
In der Gebarungsvorschaurechnung (GVR) der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) für den Stichtag 15. August 2026 zeichnet sich eine Erholung der finanziellen Lage von Österreichs größtem sozialen Krankenversicherungsträger ab. „Aktuell wird ein Abgang von 152 Millionen Euro für das heurige Jahr erwartet“, informiert ÖGK-Obmann Andreas Huss und ergänzt: „Die Entwicklung ist erfreulich, doch wir sind noch weit vom Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses entfernt.“
Ein Grund der aktuellen Entwicklung ist die Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrags der Pensionist*innen auf 6 Prozent. „Wir sehen, dass sich die Erhöhung des Beitrags positiv auf unser Ergebnis auswirkt. Ich möchte mich ausdrücklich bei den Pensionistinnen und Pensionisten bedanken, die hier einen Beitrag zur Verbesserung unserer finanziellen Situation leisten“, betont Huss.
Für die beiden Folgejahre erwartet die ÖGK aus heutiger Sicht folgende Abgänge.
2027: 245 Mio. Euro
2028: 382 Mio. Euro
„Ein Grund zur Entwarnung ist die aktuelle Prognose nicht“, hält der ÖGK-Obmann fest: „In den Zahlen ist der Leistungsausbau der kommenden Jahre noch nicht eingepreist. Wir möchten zusammen mit den Ländern zahlreiche neue Versorgungsprojekte wie etwa gynäkologische Zentren, Diabeteszentren, psychosoziale Versorgungszentren und andere spitalsentlastende Versorgungsmodelle im Bereich der fachärztlichen Versorgung umsetzen. Weiters auch die Primärversorgung auf 300 Zentren bis 2030 massiv ausbauen. Auch der österreichweite Gesamtvertrag, den wir gerade mit der Bundesärztekammer verhandeln, soll ein Mehr an Versorgung bringen. Für das alles werden wir zusätzliches Geld benötigen.“
Vor diesem Hintergrund weist der ÖGK-Obmann auf die Ergebnisse der Reformpartnerschaft hin. „Damit werden die Wartezeiten für die Menschen, etwa mit einem starken Ausbau der Primärversorgung, aber auch den neu zu entwickelnden fachärztlichen Versorgungszentren, verkürzt.“
Teil der Reformpartnerschaft werden aber auch die bevorstehenden Verhandlungen zum nächsten Finanzausgleich (FAG) sein: „Wir werden uns hier aktiv einbringen, um Geld für den dringend notwendigen Versorgungsausbau zu erhalten. Das ist auch deshalb nötig, weil die Österreicher:innen überdurchschnittlich viel Geld, nämlich 24 Prozent der Gesamtausgaben im Gesundheitssystem, zusätzlich zu Steuern und Beiträgen aus der privaten Tasche bezahlen. Das ist einem solidarischen Gesundheitssystem unwürdig“ so Huss abschließend.
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ÖGK-Obmann Andreas Huss MBA
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