- 16.09.2026, 09:46:02
- /
- OTS0055
Schmidt: „Ehrenamtspreis 2026 würdigt Engagement für Österreichs Sport“
Preisverleihung am „Tag des Sports“ in Wien
Zum vierten Mal in Folge verleiht das Sportministerium den Ehrenamtspreis und zeichnet in hohem Ausmaß engagierte Sportfunktionär:innen aus. Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt: „Das ehrenamtliche Engagement ist die tragende Säule im österreichischen Sport. Die Würdigung der Arbeit der Freiwilligen ist mir ein besonderes Anliegen. Ich freue mich darauf, die von der Jury ausgewählten Persönlichkeiten auf der Hauptbühne am Tag des Sports auszeichnen zu dürfen.“
Der Ehrenamtspreis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert, wird in sieben Kategorien vergeben und zeichnet Persönlichkeiten aus, die zur positiven Weiterentwicklung des Sports und des Vereinslebens beigetragen haben.
Der 1. Preis ist mit jeweils 2.500, der 2. Preis mit 1.500 und der 3. Preis mit jeweils 1.000 Euro dotiert. Darüber hinaus wird eine Persönlichkeit für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Auch dieser Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Die Preisgelder gehen an den Verein, in dem die Gewinner:innen tätig sind bzw. waren. Für die erstplatzierten Vereine werden zusätzlich jeweils 2.500 Euro für ein Vereinsfest zu Ehren der ausgezeichneten Persönlichkeit vor Ort zur Verfügung gestellt.
Ausgewählt wurden die Preisträger:innen von einer siebenköpfigen Jury. Diese setzte sich aus der früheren Tischtennis-Europameisterin Liu Jia, der 127-fachen ÖFB-Nationalspielerin und ehemaligen Teamkapitänin Carina Wenninger, Georg Tappeiner von der Pulswerk GmbH, Sarah Ledermüller von Sport Austria (in Vertretung von Präsident Hans Niessl), der Olympia-Bronzemedaillen-Gewinnerin im Schwimmen Mirna Jukić-Berger, der ehemaligen Stabhochspringerin Kira Grünberg sowie Dieter Brosz (alle drei Sportministerium) zusammen.
Preisträger:innen des Ehrenamtspreises 2026 sind:
Gleichstellung
- Platz Bilge Kirkgöze - Kampfkunstverein Bongsu Silat
- Platz Urban Steiner – Sportklub Wilten (Fußball)
- Platz Claudia Ebert – SV LUV Graz Wetzelsdorf (Fußball)
Inklusion
- Platz Martin Orth – Wiener Ruderclub Pirat
- Platz Robert Tryner – Alpenverein Gebirgsverein (Bergwandern)
- Platz Karl Mayr – Blindsports Austria
Integration
- Platz Pia Glasebach – Klettern verbindet – Klettern mit Menschen mit Fluchterfahrung
- Platz Marco Regensburger – KSV Oberländer Lauscher (Tischtennis)
- Platz Holger Hassenpflug – Supsportclub Graz (Stand-up-Paddling)
Nachhaltigkeit
- Platz Wolfgang Ritt – Golfclub Schärding/Maad
- Platz Dominik Tillich – USC Kirchberg/Altenwörth (Fußball)
- Platz Jürgen Gumhold – SPORTUNION Tennisklub (Jennersdorf)
Jungfunktionärin
- Platz Melissa Dintl – SU Beachvolleyballverein Brunn an der Wild
- Platz Miriam Schwabl – Volleyboi Zell am See
- Platz Melanie Cecon – Tennisclub Kirchdorf
Jungfunktionär
- Platz Paul Plott – Judoteam Shiai-Do Union Thermenregion
- Platz Raphael Unterlechner – Bogensport Mieminger Plateau
- Platz Felix Eberhard – Bowling Bulls Klagenfurt
Lebenswerk
- Platz Marianne Niederdorfer – Judoclub Sanjindo Bischofshofen
Short Facts zu den Erstplatzierten:
Bilge Kirkgöze
Bilge Kirkgöze engagiert sich seit 2021 neben ihrem Beruf als Ärztin für die Kampfkunst Pencak Silat und ist als Trainerin sowie eine von zwei aktiven internationalen Schiedsrichterinnen in Österreich tätig. Als Vorbild zeigt sie jungen Frauen, dass sie im Sport nicht nur als Athletinnen erfolgreich sein können, sondern auch als Trainerinnen, Schiedsrichterinnen und Funktionärinnen Verantwortung übernehmen können. Mittlerweile trainiert sie über 60 Mädchen und Frauen aktiv im Verein.
Martin Orth
Martin Orth betrieb Rudern selbst als Leistungssport, bevor er 2019 als Trainer die Betreuung der Parasportler:innen im Wiener Ruderclub Pirat übernahm. Unter seiner Leitung wuchs das Inklusionsteam auf mittlerweile 20 Athlet:innen mit unterschiedlichsten Behinderungen und feierte zahlreiche nationale sowie internationale Erfolge, etwa eine Silbermedaille bei den World Rowing Coastal Championships 2025 in Antalya. Seit Herbst 2025 ist er zudem Para-Referent im Wiener und im Österreichischen Ruderverband.
Pia Glasebach
Der Sportwissenschaftlerin Pia Glasebach fiel auf, dass Menschen mit Fluchterfahrung in und um Innsbruck kaum Zugang zum Klettersport hatten – finanzielle und fachliche Hürden machten den Einstieg schwer. Mit großem persönlichen Einsatz baute sie von der ersten Idee über die Fördergeld-Akquise bis zur Vereinsgründung den Verein „Klettern verbindet” auf. Dank ihres Engagements finden mittlerweile alle zwei Wochen niederschwellige Klettertrainings statt.
Wolfgang Ritt
Als der Golfclub Schärding 2024 nach 30 Jahren Insolvenz anmelden musste, gründete Wolfgang Ritt den Verein neu und rettete damit den Standort. Seither entwickelte er den Club konsequent zum ökologischen Vorzeigemodell – von der Hackschnitzelheizung mit eigenem Baumschnitt über PV-Anlagen und Pestizidverzicht. Zusätzlich fördert er aktiv die Artenvielfalt am Platz: Regenwasserteiche dienen als Rückzugsort für Enten, Frösche und Amphibien, großflächige Blumenwiesen und ein Insektenhotel bieten Lebensraum für Bienen und Insekten.
Paul Plott
Obwohl er selbst noch mitten in Studium und eigener Trainerausbildung steht, übernimmt Paul Plott bereits vielfältige Verantwortung für die Nachwuchsarbeit seines Vereins: 2024 und 2026 schloss er die Ausbildungen zum Übungsleiter und Instruktor ab und leitet seither eigenständig Trainings für Kinder und Jugendliche. Als ruhige und verlässliche Bezugsperson begleitet er den Nachwuchs zusätzlich bei Wettkämpfen und Trainingslagern und ist dabei selbst weiterhin erfolgreicher Wettkämpfer – 2026 wurde er Vize-Landesmeister.
Melissa Dintl
Melissa Dintl übernahm bereits mit 18 Jahren Verantwortung als Jungfunktionärin und hat seither mit Eigeninitiative und Organisationsstärke viel bewegt. Sie entwickelte ein kleines Vereinsfest zu einem zweitägigen Volleyballturnier weiter, gründete eine Damenmannschaft für die 1. Klasse und gewann dafür erfolgreich Sponsoren, um den Spielbetrieb zu ermöglichen. Schon in jungen Jahren zeigte sie damit großes Verantwortungsbewusstsein und hat den Verein maßgeblich zukunftsfit gemacht.
Marianne Niederdorfer
Seit den 1990er-Jahren prägt Marianne Niederdorfer als Trainerin den österreichischen Judosport und ist seit 2022 bereits 50 Jahre Mitglied ihres Vereins. Über Jahrzehnte und mehrere Athletinnen-Generationen hinweg brachte sie zahlreiche Sportler:innen bis ins österreichische Nationalteam, sowie zu zahlreichen EM- und WM-Medaillen. Für ihr herausragendes Engagement wurde sie vom Österreichischen Judoverband bereits zweimal, 2022 und 2023, als „Trainerin des Jahres” ausgezeichnet. Heute leitet sie die sportlichen Geschicke von rund 250 Kindern und Jugendlichen in einem der größten und erfolgreichsten Judovereine Österreichs.
Rückfragen & Kontakt
Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport
Abteilung I/6 - Öffentlichkeitsabteilung
Telefon: +43 1 71606-664781
E-Mail: [email protected]
Website: https://bmwkms.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ODS






