• 03.10.2026, 11:02:32
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Prix Italia 2026 geht an Ö1-Hörspiel „PRINCE – FunkyPurpleAssoziationen“

Ö1 strahlt das preisgekrönte Hörspiel am 10. Oktober erneut aus

Wien (OTS) - 

Gestern Abend, am 2. Oktober 2026, wurde das in Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk produzierte Ö1-Hörspiel „PRINCE – FunkyPurpleAssoziationen“ im italienischen L'Aquila in der Kategorie „Radio Music“ mit dem Prix Italia ausgezeichnet. In der Jurybegründung hieß es, das von Elisabeth Weilenmann inszenierte Hörspiel „wurde für seinen perfekten erzählerischen Rhythmus ausgezeichnet – eine Geschichte, in der Musik und Sprache in ständigem Dialog stehen.“ Der Prix Italia gilt als älteste und bedeutendste internationale Auszeichnung für Radio, Fernsehen und Internet. Ö1 wiederholt das prämierte Werk am Samstag, dem 10. Oktober 2026, um 14.00 Uhr. Auf ORF Sound kann das Hörspiel on demand nachgehört werden.

Ausgehend von Prince‘ Geburt 1958 in Minneapolis entfaltet sich in dem Hörspiel „PRINCE – FunkyPurpleAssoziationen“ ein vielschichtiges Klangporträt eines Menschen, der als Ikone, als Hymnenmacher, als musikalischer Universalist bezeichnet wurde – seine Kindheit zwischen Jazz und Gewalt, seine religiöse Prägung, seine radikale künstlerische Eigenständigkeit, sein Kampf um musikalische Selbstbestimmung, seine Einsamkeit werden thematisiert. Songs wie „Purple Rain“, „Kiss“, „Sometimes It Snows in April“, „Baltimore“ oder „Nothing Compares 2 U“ werden zu Wegmarken eines Lebenswerks – und zu Spiegeln einer Biografie.

Die Protagonistin dieses Stückes – verkörpert von der Schauspielerin Alina Fritsch – wuchs als jüngstes Kind einer Bauernfamilie in Österreich auf und entdeckte den Musiker in den 1980er-Jahren – zunächst über den Film „Pretty Woman“, später über seinen Hitsong „Purple Rain“. Prince wurde zum Soundtrack ihrer Jugend, ihrer ersten Liebe, ihrer Rebellion, ihrer Verluste. Seine Musik begleitete sie durch Einsamkeit, Mutterschaft, Fehlgeburten, spirituelle Fragen und den Versuch, gesehen zu werden.

Die Sendung erzählt nicht chronologisch, sondern assoziativ – „funky“ im besten Sinne: mit O-Tönen, Songzitaten, Live-Momenten und persönlichen Erinnerungen. Prince erscheint als musikalisches Genie, als Androgynitätsikone, als spirituell Suchender und als Mensch, der mit Widersprüchen lebte. Sein legendärer Auftritt bei der Super Bowl Halftime Show im strömenden Regen, der Bruch mit Warner Bros., sein riesiges Tonstudio Paisley Park als kreatives Refugium – all das bildet den Resonanzraum für eine sehr persönliche Annäherung und Liebeserklärung an einen Künstler, der „Purple Funk“ zur Philosophie machte und Musik zur Lebensform.

Jurybegründung: „Perfekter erzählerischer Rhythmus“

In der Begründung der Jury des Prix Italia hieß es: „Der Gewinnerbeitrag wurde für seinen perfekten erzählerischen Rhythmus ausgezeichnet – eine Geschichte, in der Musik und Sprache in ständigem Dialog stehen. Das Stück zieht die Zuhörer sofort durch sorgfältig arrangierte sound-bites, Songs, Effekte sowie sowohl heitere als auch nachdenkliche Erzählpassagen in seinen Bann und führt sie durch die chaotische und zugleich glückselige Welt des Idols und des Mädchens vom Land, das von einer größeren Welt träumt. Doch dies ist mehr als eine persönliche Geschichte. Archivaufnahmen geleiten das Publikum durch die Zeit und kreieren ein generationsübergreifendes Porträt der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Daraus wird eine musikalische Erzählung über das Hineinwachsen in Freiheit und Verantwortung und darüber, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die Autorin beweist ihre Meisterschaft im Einsatz jedes einzelnen Klangs. Die sorgfältig ausgearbeitete Struktur ist um zehn Hits herum aufgebaut, die kreativ transformiert, bearbeitet und zu originellen musikalischen Erzählungen in einem rhythmischen, energiegeladenen Funk verschmolzen werden. Hier werden sowohl die Musik als auch der kreative Prozess selbst zu Figuren der Geschichte und gewähren einen Blick hinter die Kulissen der Arbeit der Sängerin und der Autorin der Dokumentation. Alicia Keys sagte einst: ‚Es gab viele Könige, aber nur einen Prince.‘ Ergänzen wir: und eine Princess – Elisabeth Weilenmann.“

Über den Prix Italia

Der Prix Italia wurde von der RAI 1948 ins Leben gerufen und ist der älteste und traditionsreichste Fernseh-, Radio- und Web-Wettbewerb. Öffentlich-rechtliche und private Radio- und Fernsehstationen aus 45 Ländern sind Partner und ständige Teilnehmer des Prix Italia. In der Kategorie Radio & Podcast gibt es Preise für Produktionen in den Bereichen Hörspiel, Dokumentation/Reportagen und Musik. Der Wettbewerb fand bereits zum 78. Mal statt.

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