• 10.10.2026, 14:54:02
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PVÖ zu Junger Wirtschaft: Es gibt kein „Pensionsloch“

Gerstorfer: Generationen nicht gegeneinander ausspielen – Fakten statt Schreckgespenster.

Wien (OTS) - 

„Die Junge Wirtschaft malt wieder das Schreckgespenst vom ‚Pensionsloch‘ an die Wand. Mit seriöser Pensionspolitik hat das wenig zu tun“, erklärt Birgit Gerstorfer, Präsidentin des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), zur Aussendung der JW. „Wer Jung gegen Alt ausspielt, schadet beiden – denn die Jungen von heute sind die Pensionist*innen von morgen.“

34 Milliarden sind kein Loch
In den mehr als 34 Milliarden Euro "Bundeszuschuss für Pensionen" stecken rund 13,9 Milliarden Euro für Beamtenpensionen, für die der Bund als Dienstgeber aufkommt. Dazu kommen Ausgleichszulagen gegen Altersarmut sowie Beiträge für Kindererziehung, Krankengeld oder Präsenz- und Zivildienst. „Das ist kein Loch, das ist gelebte Solidarität“, so Gerstorfer. Gemessen an der Wirtschaftsleistung sind die Bundesmittel seit den 1970er-Jahren weitgehend stabil. Laut EU-Ageing-Report steigen die Pensionsausgaben bis 2070 nur moderat von 13,7 auf 14,0 Prozent des BIP.

Solidarität für alle Berufsgruppen
Diese Solidarität kommt allen zugute – auch den Selbständigen. Ihr Beitragssatz liegt bei 18,5 Prozent, die Differenz auf die 22,8 Prozent, die für Arbeitnehmer*innen gelten, übernimmt der Bund. „Das ist richtig so, denn Unternehmer*innen tragen ein hohes Risiko. Es zeigt aber, dass Bundesmittel kein Makel sind, sondern ein bewusst gewolltes Element unseres Systems“, betont Gerstorfer.

Nachhaltigkeitsmechanismus gibt es längst
Auch das angebliche „Umsetzungsproblem“ hält keinem Faktencheck stand: Ein Nachhaltigkeitsmechanismus ist seit 2025 im ASVG verankert, das Frauenpensionsalter steigt bis 2033 auf 65 Jahre, die Korridorpension wird auf 63 Jahre angehoben. Das tatsächliche Antrittsalter ist seit 2000 um rund vier Jahre gestiegen und lag 2025 bei 62,4 (Männer) bzw. 60,7 Jahren (Frauen).

Automatik ist Pensionskürzung durch die Hintertür
Eine Koppelung des gesetzlichen Pensionsalters an die Lebenserwartung lehnt der PVÕ ab. „Wenn Menschen länger arbeiten sollen, braucht es Betriebe, die Ältere einstellen und halten. Sonst werden die Kosten nur von der Pension in die Arbeitslosigkeit verschoben. Generationengerechtigkeit heißt ein starkes öffentliches Pensionssystem, auf das sich auch die Jungen verlassen können", so Gerstorfer abschließend. (Schluss)


Rückfragen & Kontakt

Pensionistenverband Österreichs
Generalsekretär Christian Rösner-El-Heliebi, MSc.
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
E-Mail: [email protected]

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