- 14.10.2026, 19:50:32
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FPÖ – Schmiedlechner: „Ardo-Aus ist Bankrotterklärung für ÖVP-Politik – nicht einmal bei TK-erbsen und Spinat sind wir wettbewerbsfähig!“
„Totschnig, Pernkopf und Präsident Mayr tragen politische Mitverantwortung für die Standortmisere – jetzt spielen sie die empörten Retter und betreiben politisches Schattenboxen!“
„Wenn Österreich nicht einmal mehr Tiefkühlerbsen und Spinat wettbewerbsfähig verarbeiten kann, dann ist das eine Bankrotterklärung unserer Standortpolitik! Ausgerechnet Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landwirtschaftskammerpräsident Lorenz Mayr spielen jetzt rund um die Ardo-Schließung die empörten Retter. Statt ihre politische Mitverantwortung für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzuerkennen, zeigen sie mit dem Finger auf den belgischen Konzern. Dieses politische Schattenboxen ist an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten!“, kritisiert FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner.
Nach der Schließung der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf drohe dem Marchfeld der nächste schwere Schlag. Rund 240 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, hunderte Gemüsebauern bangen um ihre Absatzmärkte und ein weiterer wichtiger Verarbeitungsstandort droht verloren zu gehen.
Standortpolitik: ÖVP und Grüne haben belastet, Ampelregierung liefert keine ausreichenden Lösungen
„CO₂-Bepreisung, hohe Energiepreise, steigende Produktionskosten und ausufernde Bürokratie setzen unsere Betriebe massiv unter Druck. Die frühere türkis-grüne Regierung hat zusätzliche Belastungen beschlossen, und die jetzige Ampelregierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS hat bislang keine ausreichende Trendwende geschafft. Totschnig trägt in beiden Regierungen Verantwortung. Wo waren die wirksamen Gegenmaßnahmen und wo blieb der entschlossene Widerstand der Landwirtschaftskammer?“
Besonders kritisiert Schmiedlechner das Fehlen einer umfassenden Strategie für die heimische Lebensmittelversorgung: „Wo bleibt die verpflichtende Herkunftskennzeichnung auch bei verarbeiteten Lebensmitteln? Wo bleibt ein konkreter Plan zur Sicherung unserer Eigenversorgung? Versorgungssicherheit beginnt beim Bauern und bei der heimischen Verarbeitung – nicht bei Sonntagsreden!“
Ardo verweise auf mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, hohe Kosten und Investitionsbedarf. „Natürlich trägt auch der Konzern Verantwortung für seine Entscheidung. Aber einmalige Förderangebote beseitigen keine strukturellen Standortnachteile.“
Regional statt Global – österreichische Lösung auf den Tisch!
Schmiedlechner fordert, gemeinsam mit der bestehenden bäuerlichen Erzeugergemeinschaft, heimischen Verarbeitern und Investoren eine Weiterführung des Werks oder eine alternative regionale Verarbeitungslösung zu prüfen.
„Wenn Bund und Land bereit waren, einem internationalen Konzern Unterstützung anzubieten, dann müssen sie auch eine österreichische Lösung mit unseren Bauern unterstützen können. Die Bauern dürfen dabei nicht allein das wirtschaftliche Risiko tragen.“
Schmiedlechner fordert konkret:
- Standort und Arbeitsplätze sichern: Bund, Land und Landwirtschaftskammer sollen innerhalb von 30 Tagen einen konkreten Weiterführungs- oder Alternativplan mit der Erzeugergemeinschaft vorlegen.
- Produktionskosten senken: CO₂-Bepreisung abschaffen, Energie steuerlich entlasten und unnötige Bürokratie abbauen.
- Herkunft und Eigenversorgung sichern: Verpflichtende Herkunftskennzeichnung auch bei verarbeiteten Lebensmitteln, in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sowie eine Strategie für heimische Verarbeitungskapazitäten.
- Bauern und Arbeitnehmer schützen: Absatzmärkte und bestehende Lieferverträge absichern, Finanzierungsmöglichkeiten für eine bäuerliche Beteiligung prüfen und einen Sozialplan für die Beschäftigten ausarbeiten.
„Unsere Bauern brauchen keine politischen Schattenboxkämpfe, sondern faire Produktionsbedingungen, sichere Absatzmärkte und eine Zukunft für ihre Betriebe. Totschnig, Pernkopf und Mayr müssen jetzt konkrete Ergebnisse liefern. Regional statt Global – heimische Bauern, heimische Verarbeitung und österreichische Lebensmittel zuerst!“, so Schmiedlechner abschließend.
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