• 21.10.2026, 17:32:32
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ÖVP – Gorlitzer: Altstadterhaltungsfonds wieder dotieren, denn alte Gebäude warten nicht aufs Budget

Volkspartei fordert Schlanke Stadt statt Sparen am Erbe: Fonds im Budget 2027 wieder dotieren, Hermesvilla zügig sanieren, Sanierungsbedarf städtischer Denkmäler erheben

Wien (OTS) - 

„Wer bei der Erhaltung spart, spart nicht. Er verschiebt die Rechnung, und zwar mit Zinsen“, kritisiert Gemeinderat Michael Gorlitzer die Aussetzung des Altstadterhaltungsfonds durch die SPÖ-Neos-Stadtregierung. Seit 1972 hat der Fonds mehr als 4.600 Restaurierungen mit rund 255 Millionen Euro ermöglicht. Im Juli wurde er aus Budgetgründen auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Wie teuer Aufschieben wird, zeigt die SPÖ-Neos-Stadtregierung an ihren eigenen Gebäuden. Bei der Hermesvilla wurde rund zehn Jahre lang zugesehen, bis eine Notabsperrung samt Sicherheitsgerüst nötig wurde. Erst danach wurde mit der Sanierung begonnen. Die Folgen sind spürbar: Der Gastronom verzeichnete allein 2025 vierzehn Veranstaltungsabsagen.

Besonders hart trifft die Aussetzung private Eigentümerinnen und Eigentümer, Pfarren und Hausgemeinschaften, denn der Fonds deckt die Mehrkosten denkmalgerechter Sanierungen. Fällt er weg, wird billig oder gar nicht saniert. Damit stehen das Stadtbild, das UNESCO-Welterbe und das Know-how spezialisierter Handwerksbetriebe auf dem Spiel.

„Niemand bestreitet, dass die Budgetlage ernst ist. Aber es ist keine verantwortungsvolle Konsolidierung, ausgerechnet dort zu kürzen, wo jeder nicht ausgegebene Euro morgen ein Vielfaches kostet. Wir brauchen eine Schlanke Stadt, die bei sich selbst spart, und nicht eine Stadt, die ihr Erbe verfallen lässt“, so Gorlitzer.

Die Wiener Volkspartei fordert daher, den Fonds im Budget 2027 wieder zu dotieren, die Sanierung der Hermesvilla zügig abzuschließen und den Sanierungsbedarf aller stadteigenen denkmalgeschützten Gebäude zu erheben. „Erhalten ist günstiger als Wiederaufbauen“, so Gorlitzer abschließend.

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