• 29.10.2026, 09:30:02
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Wer Nebenwirkungen meldet, stärkt die Arzneimittelsicherheit

Medikamentenüberwachung geht über die Zulassung hinaus. Die MedSafetyWeek 2026 zeigt, welche Bedeutung Verdachtsmeldungen für die Sicherheit von Arzneimitteln haben.

Wien (OTS) - 

Die Sicherheit eines Arzneimittels wird nicht nur vor der Zulassung umfassend geprüft, sondern auch danach kontinuierlich überwacht. Eine wichtige Informationsquelle sind Meldungen über vermutete Nebenwirkungen. Sie können Erkenntnisse liefern, die unter Umständen erst bei der breiten Anwendung eines Arzneimittels sichtbar werden. Die vom 2. bis 8. November stattfindende internationale MedSafetyWeek rückt deshalb unter dem Motto „Side effects – don’t ignore them, report them“ die Bedeutung von Nebenwirkungsmeldungen in den Mittelpunkt.

„Arzneimittelsicherheit ist ein kontinuierlicher Prozess. Patientinnen und Patienten können dazu selbst einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie vermutete Nebenwirkungen ihrem Arzt oder ihrer Ärztin, der Apotheke, dem pharmazeutischen Unternehmen oder direkt dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen melden. Jede dieser Beobachtungen kann unseren Erfahrungsschatz über Arzneimittel und ihre sichere Anwendung erweitern. Entscheidend ist, einen Verdacht nicht für sich zu behalten, sondern ihn – passend zum Motto ‚Jede Meldung zählt‘ – zu melden“, sagt Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG, mit Blick auf die Aktionswoche.

Die Meldungen werden vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) begutachtet und anschließend an die Nebenwirkungsdatenbank der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) weitergeleitet, wo die Daten von einem Expertenausschuss analysiert werden. Ergeben sich neue Erkenntnisse zur Sicherheit eines Arzneimittels, können entsprechende Maßnahmen gesetzt werden, wie etwa zusätzliche Informationen für medizinisches Fachpersonal, Anpassungen der Packungsbeilage oder geänderte Anwendungsempfehlungen, um eine sichere und wirksame Anwendung zu gewährleisten.

Verdachtsmeldungen zu Nebenwirkungen können direkt und jederzeit über das Online-Meldeportal des BASG übermittelt werden: https://nebenwirkung.basg.gv.at/

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand Oktober 2026), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

Rückfragen & Kontakt

PHARMIG - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Peter Richter, BA MA MBA
Telefon: +43 664 8860 5264
E-Mail: [email protected]
Website: www.pharmig.at

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