- 30.10.2026, 09:30:34
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CD-Labor für innovative Therapien von allergischen Erkrankungen an MedUni Wien eröffnet
Allergische Erkrankungen nehmen weltweit zu und können oft nur unzureichend und symptomatisch behandelt werden. Um neue, innovative Therapieoptionen zu erforschen, wurde jetzt an der MedUni Wien ein neues Christian Doppler Labor eröffnet. Geleitet wird die Forschungseinrichtung von Philipp Starkl von der Universitätsklinik für Innere Medizin I der MedUni Wien.
Allergien sind ein globales Gesundheitsproblem mit Hunderten Millionen Betroffenen. Allergiker:innen haben eine adaptive Typ-2-Immunantwort gegen harmlose Proteine, sogenannte Allergene, entwickelt. Ein Schlüsselparameter der Erkrankung sind Allergen-spezifische IgE-Antikörper, die bei Allergenexposition Mastzellen aktivieren. Mastzellen reagieren mit der Freisetzung von Botenstoffen, die allergische Reaktionen verursachen. Mastzellen nehmen daher eine Schlüsselfunktion bei Allergien ein. Da ein Großteil der verfügbaren Allergiebehandlungen bedeutende Einschränkungen und Nebenwirkungen aufweist, gibt es großen Bedarf an neuen Therapiemöglichkeiten. Im Rahmen des neuen Christian Doppler Labors für innovative Therapien von allergischen Erkrankungen (CDL-IAT) sollen durch ein umfassendes Grundlagenforschungsprogramm die definierenden molekularen Programme der Mastzellreifung, -aktivierung und -erholung charakterisiert werden. Auf Grundlage dieser Ergebnisse sollen in Zusammenarbeit mit dem Industriepartner Allegria Therapeutics neue mastzellspezifische Signalwege sowie entsprechende Wirkstoffe identifiziert werden.
Wirtschaftsministerium fördert Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen
Christian Doppler Labors werden von der öffentlichen Hand und den beteiligten Unternehmen gemeinsam finanziert, wichtigster öffentlicher Fördergeber ist das Bundesministerium Wirtschaft, Energie und Tourismus. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betont: „Life Sciences sind eine Schlüsseltechnologie für den Wirtschaftsstandort Österreich. Mit der Förderung dieses CD-Labors investieren wir gezielt in diesen Zukunftsbereich. Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen schafft die Grundlage dafür, dass aus exzellenter Forschung neue Medikamente und marktfähige Innovationen entstehen. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts und eröffnet Chancen für zusätzliche Wertschöpfung und hochqualifizierte Arbeitsplätze. Rund 1,5 Millionen Menschen in Österreich leben mit einer ärztlich diagnostizierten Allergie – zugleich stoßen bestehende Behandlungen oft an ihre Grenzen. Mit der Erforschung neuer Therapieansätze verbinden wir wirtschaftliches Potenzial mit konkreten Verbesserungen für die Betroffenen.“
„Das neue CD-Labor für innovative Therapien allergischer Erkrankungen basiert auf ambitionierter und hochwertiger Grundlagenforschung. Durch die Integration modernster Technologien wollen wir innovative therapeutische Ansätze erforschen, die neue Behandlungen für Patient:innen mit Allergien oder anderen Mastzell-vermittelten Erkrankungen ermöglichen sollen“, erklärt Laborleiter Philipp Starkl von der MedUni Wien. „Indem wir die krankheitstreibenden Signalwege, die unkontrollierter Mastzellaktivierung zu Grunde liegen, identifizieren und gezielt modulieren, wollen wir Patient:innen wirksamere und sicherere Behandlungsoptionen bieten“, ergänzt Maria van Dongen, Mitgründerin und CEO von Allegria Therapeutics.
„Dank der Unterstützung durch den Unternehmenspartner und das Ministerium kann an der MedUni Wien ein weiteres wichtiges Kapitel anwendungsorientierter Grundlagenforschung aufgeschlagen werden“, hebt Michaela Fritz, Vizerektorin für Forschung und Innovation der Medizinischen Universität Wien, die Bedeutung der neuen Forschungsstätte hervor. „Am Christian Doppler Labor werden neue Ansätze entwickelt, um die zentralen Mechanismen allergischer Reaktionen besser zu verstehen und daraus gezielt neue Wirkstoffe abzuleiten. Damit schaffen die Forscher:innen eine wichtige Grundlage für präzisere und wirksamere Therapien von Allergien und anderen mastzellvermittelten Erkrankungen.“
Rückfragen & Kontakt
Mag. Johannes Angerer
Leiter Unternehmenskommunikation
Tel.: +43 (0)664 80016-11501
E-Mail: [email protected]
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