- 03.11.2026, 11:29:33
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FPÖ – Ecker zum Equal Pay Day: „Frauen leisten jeden Tag mehr, als auf ihrem Gehaltszettel steht!“
FPÖ-Frauensprecherin fordert faire Einkommen, echte Wahlfreiheit für Familien und Anerkennung von Kinderbetreuung und Pflege – Familienarbeit darf nicht zur Pensionsfalle werden
„Der Equal Pay Day am 5. November führt uns einmal mehr vor Augen, dass Frauen in Österreich beim Einkommen nach wie vor deutlich benachteiligt sind. Trotz leichter Verbesserungen verdienen ganzjährig vollzeitbeschäftigte Frauen durchschnittlich um 15,5 Prozent weniger als Männer. Das sind rund 10.500 Euro brutto im Jahr oder umgerechnet 57 Tage, die Frauen statistisch gesehen unbezahlt arbeiten. Das ist nicht hinnehmbar. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und Leistung muss endlich eine Selbstverständlichkeit sein“, erklärte heute die freiheitliche Frauensprecherin NAbg. Rosa Ecker, MBA.
Dabei dürfe die Diskussion über Einkommensgerechtigkeit nicht beim Gehaltszettel enden. „Wer Familie hat, weiß, dass kein Tag wie der andere ist. Zwischen Beruf, Kindern, Haushalt, Arztterminen und der Betreuung von Angehörigen braucht es täglich Organisation, Geduld und Verantwortung. Oft sind es Frauen, die all diese Aufgaben unter einen Hut bringen und einspringen, wenn Unterstützung gebraucht wird. Als Mutter und Großmutter weiß ich aus eigener Erfahrung, wie viel Arbeit hinter einem funktionierenden Familienalltag steckt. Diese Leistung wird viel zu oft als selbstverständlich angesehen“, betonte Ecker. Gerade deshalb müsse Frauenpolitik die gesamte Lebensleistung von Frauen berücksichtigen. „Kinder großzuziehen, Angehörige zu pflegen oder für andere Verantwortung zu übernehmen, ist eine unverzichtbare Leistung für unsere Gesellschaft. Trotzdem scheint diese Arbeit auf keinem Gehaltszettel auf. Wer sich über Jahre um die Familie kümmert, darf deshalb weder beim Einkommen noch später bei der Pension benachteiligt werden. Kinderbetreuung und Pflege dürfen nicht zur Pensionsfalle werden“, stellte die FPÖ-Frauensprecherin klar.
Ein wesentlicher Ansatzpunkt sei dabei die tatsächliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Viele Frauen würden gerne mehr Stunden arbeiten, könnten dies aber aufgrund fehlender Betreuungsmöglichkeiten, unflexibler Arbeitszeiten oder familiärer Verpflichtungen nicht verwirklichen. Gleichzeitig würden andere Frauen ganz bewusst mehr Zeit für ihre Kinder oder pflegebedürftigen Angehörigen aufbringen wollen. „Beides verdient Respekt. Frauen dürfen weder in die Vollzeit gedrängt noch für ihre Entscheidung zugunsten der Familie finanziell bestraft werden. Echte Wahlfreiheit bedeutet, dass Familien selbst entscheiden können, wie sie ihr Zusammenleben gestalten. Dafür braucht es flexible und leistbare Kinderbetreuung, planbare Arbeitszeiten und eine bessere Anrechnung von Erziehungs- und Pflegezeiten für die Pension“, forderte Ecker.
Ebenso wichtig seien höhere Einkommen gerade in jenen Berufen, in denen überwiegend Frauen beschäftigt sind. „Ob Pflege, Handel oder andere wichtige Dienstleistungsberufe – wer tagtäglich Verantwortung übernimmt und wertvolle Arbeit leistet, muss davon auch leben können. Mehr Netto vom Brutto, faire Aufstiegsmöglichkeiten und eine angemessene Entlohnung sind konkrete Schritte, die Frauen unmittelbar zugutekommen. Auch Lohntransparenz muss dort ansetzen, wo sie tatsächliche Benachteiligungen sichtbar macht, ohne dabei neue Bürokratiemonster zu schaffen“, so Ecker. Abschließend hielt die freiheitliche Frauensprecherin fest: „Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft. Hier werden Kinder großgezogen, Werte vermittelt und Generationen miteinander verbunden. Wer dafür Zeit, Kraft und Verantwortung aufbringt, verdient Anerkennung und Unterstützung. Der Equal Pay Day darf daher nicht nur ein Tag für Statistiken und Schlagzeilen sein. Es geht um echte Verbesserungen im Alltag der Frauen – um faire Bezahlung, finanzielle Entlastung, eine gerechte Absicherung im Alter und vor allem um die Freiheit, Familie und Beruf nach den eigenen Vorstellungen gestalten zu können. Denn die Leistung von Frauen ist weit mehr wert, als am Ende des Monats auf ihrem Gehaltszettel steht!“
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